Landtag : Landtag will Signal für Marineschiffbau setzen

Blick auf die Kieler Traditionswerft Rathje. /dpa/Archivbild
Blick auf die Kieler Traditionswerft Rathje. /dpa/Archivbild

Der schleswig-holsteinische Landtag will heute ein starkes Signal für die Zukunft der Schiffbauindustrie im Norden setzen. Das Parlament fordert in einem von Regierung und Opposition gemeinsam eingebrachten Dringlichkeitsantrag, den Marine-Überwasserschiffbau als Schlüsseltechnologie mit technologischen Effekten auch für den zivilen Schiffbau zu sichern. Es gehe darum Arbeitsplätze zu erhalten, zu schaffen und die Werftstandorte in Schleswig-Holstein zu sichern. Die Landesregierung solle sich bei der Bundesregierung hierfür einsetzen.

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24. Januar 2020, 01:42 Uhr

Hintergrund ist der Zuschlag für den Bau des deutschen Kampfschiffes «MKS 180» an ein niederländisch geführtes Konsortium. Um den Auftrag im Volumen von 5,3 Milliarden Euro für vier Schiffe hatte sich auch German Naval Yards in Kiel mit Thyssenkrupp Marine Systems (TkMS) als Subunternehmer beworben. Es ist der größte Marineauftrag dieser Art in der Geschichte der Bundeswehr.

Der Landtag wird sich außerdem mit einem Naturschutzthema befassen: Zwei Prozent der Landesfläche sollen mittel- bis langfristig wieder zur Wildnis werden - als Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen. Das wären 32 000 Hektar, wie aus dem Regierungsbericht «Wildnis in Schleswig-Holstein» hervorgeht. Echte «Wildnis» sei im Lande derzeit «nicht mehr vorhanden».

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