Landtag : Landtag billigt Vertrag mit jüdischen Verbänden

Die beiden jüdischen Landesverbände erhalten in Schleswig-Holstein seit diesem Jahr deutlich mehr Geld. «Deutschland wäre arm ohne die wunderbare jüdische Kultur. Und ich bin glücklich über jedes Zeugnis jüdischen Lebens in Schleswig-Holstein», sagte Kulturministerin Karin Prien (CDU) am Donnerstag. Der jährliche Zuschuss für die religiösen und kulturellen Angelegenheiten steigt um 300 000 auf 800 000 Euro. Das Parlament billigte am Donnerstag einstimmig den Vertrag mit den jüdischen Verbänden.

shz.de von
08. November 2018, 17:34 Uhr

Der Beschluss sei in Zeiten von ansteigendem Rechtspopulismus und Antisemitismus ein «ganz wichtiges Signal», sagte Prien. Sie empfinde es als zutiefst ermutigend, wie das jüdische Leben in Schleswig-Holstein wieder neu erblühe. «Wie die jüdische Kultur wieder sichtbar wird. Sie ist ein Schatz, den wir verloren hatten.»

Der neue Vertrag bedeute eine Gleichbehandlung mit den beiden christlichen Kirchen, sagte Prien. Das Land verpflichte sich auch zu prüfen, ob jüdischer Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach in Schleswig-Holstein in den Vertrag aufgenommen werden könne. Im Norden leben aktuell etwa 3000 Juden. Davon sind rund 1800 Mitglieder einer jüdischen Gemeinde.

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