Kirche : Kirche in Wilhelmsburg wird entwidmet: Wohnungsbau geplant

Blick auf das Gemeindehaus (l-r), Kirchengebäude und Glockenturm der Paul-Gerhardt-Kirche in Wilhelmsburg.
Blick auf das Gemeindehaus (l-r), Kirchengebäude und Glockenturm der Paul-Gerhardt-Kirche in Wilhelmsburg.

Die Paul-Gerhardt-Kirche in Hamburg-Wilhelmsburg steht vor dem Abriss. Das zwischen 1959 und '61 errichtete Gebäude soll am Sonntag bei einem Gottesdienst mit Bischöfin Kirsten Fehrs entwidmet werden. Den Beschluss zur Aufgabe der Kirche habe die Gemeinde nach langen Beratungen schon vor zehn Jahren gefasst, sagte Pastor Vigo Schmidt.

shz.de von
18. Januar 2019, 06:01 Uhr

Im Bereich der Nordkirche sind nach Angaben der Bischofskanzlei seit 2012 neun Kirchen und Kapellen entwidmet worden. In Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gibt es 1880 evangelisch-lutherische Kirchen und Kapellen. «Es ist klar, dass wir zu viele Gebäude haben», sagte der Sprecher des Kirchenkreises Hamburg-Ost, Remmer Koch. Etwa die Hälfte der Gebäude in dem Kirchenkreis sind Nachkriegsbauten, viele davon sanierungsbedürftig.

Die Paul-Gerhardt-Gemeinde hatte sich im Jahr 2000 mit der benachbarten Emmaus-Gemeinde zusammengeschlossen. Doch auch die fusionierte Reiherstieg-Gemeinde kam nicht aus den roten Zahlen. Nun sollen auf dem Grundstück der Paul-Gerhardt-Kirche Wohnungen in Erbpacht gebaut werden. Von den Einnahmen finanziert die Gemeinde unter anderem einen Organisten. Ein neues Gemeindehaus wurde neben der Emmaus-Kirche gebaut und Anfang Januar bezogen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert