Wissenschaft : Kieler Forscherin: CO2 im Meeresboden speichern

Die Meteorologin Katja Matthes lächelt in die Kamera. /Geomar/dpa/Archivbild
Die Meteorologin Katja Matthes lächelt in die Kamera. /Geomar/dpa/Archivbild

Zum Schutz des Klimas sollte nach Ansicht der Meteorologin Katja Matthes Kohlendioxid aus der Luft im Meeresboden gespeichert werden. «Wir müssen Kohlendioxid künstlich aus der Atmosphäre entfernen», sagte die designierte Wissenschaftlichen Direktorin des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». Dabei spiele der Ozean eine wichtige Rolle. «Wir können ihn nutzen, um das aus der Atmosphäre entnommene und verflüssigte CO2 unter dem Ozeanboden zu verstauen», sagte die Klimaforscherin.

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16. Mai 2020, 11:44 Uhr

Auf die Frage, ob die sogenannte Carbon Capture and Storage-Technik (CCS/CO2-Abscheidung und -Speicherun) sicher sei, antwortete Matthes: «Das Thema ist in Deutschland so umstritten, dass man darüber nicht reden darf. Ich glaube aber, dass man darüber reden muss.» Die Wissenschaftlerin hält die Erderwärmung für dramatisch. Eine Senkung des Treibhausgas-Ausstoßes allein werde nicht genügen.

Die 44-Jährige tritt zum 1. Oktober die Nachfolge von Prof. Peter Herzig an, wie die Forschungseinrichtung am Montag mitgeteilt hatte. Die gebürtige Berlinerin ist seit 2012 am Kieler Helmholtz-Zentrum. Seit 2018 leitet sie den Forschungsbereich Ozeanzirkulation und Klimadynamik.

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