Handwerk : Immer weniger Fleischer- und Bäckerbetriebe im Norden

Ein Fleischer verarbeitet Schweinebäuche.  /Archivbild
Ein Fleischer verarbeitet Schweinebäuche.  /Archivbild

In Schleswig-Holstein machen immer mehr Bäcker und Fleischer ihre Betriebe dicht. Die Zahl der Metzgereien ist zwischen 2008 und 2018 landesweit um etwa ein Drittel gesunken, wie aus einer Erhebung des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) hervorgeht. Demnach waren im Norden 2008 noch 628 Fleischereibetriebe bei den Handwerkskammern eingetragen. 2018 waren es nur noch 421. Bei den Bäckereien fiel der Rückgang etwas geringer aus: 2008 waren landesweit noch 371 dieser Betriebe registriert. Bis Ende 2018 sank die Zahl auf 269.

shz.de von
23. April 2019, 06:58 Uhr

Bundesweit sieht es nicht viel anders aus: In den vergangenen zehn Jahren sank die Zahl der Bäcker- und Fleischerbetriebe bundesweit um etwa 30 Prozent. Von den 2008 noch 15 337 gelisteten Bäckereien hatten bis 2018 mehr als 4400 Betriebe geschlossen (Stand 2018: 10 926). Bei den Fleischereien sank die Zahl der Geschäfte von 18 320 auf 12 897.

Ganz anders verläuft die Entwicklung bei den Konditoren. Deren Zahl legte im Norden von 81 (2008) auf 89 (2018) zu. Auch bundesweit gab es bei den Zuckerbäckern einen Anstieg auf 3184 Betriebe zum Ende vergangenen Jahres (2008: 3054).

Noch größer fiel der Anstieg bei Brauern und Mälzern aus - bundesweit und in Schleswig-Holstein. Im nördlichsten Bundesland hat sich ihre Zahl von 2008 bis 2018 auf 23 eingetragene Betriebe fast verdreifacht (2008: 8). Bundesweit stieg deren Zahl im gleichen Zeitraum von 773 auf 1140.

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