Senat : Grünes Licht für Veranstaltungen mit 1000 Teilnehmern

Carsten Brosda (SPD), Senator für Kultur und Medien in Hamburg. /dpa/Pool/dpa/Archivbild
Carsten Brosda (SPD), Senator für Kultur und Medien in Hamburg. /dpa/Pool/dpa/Archivbild

Stück für Stück kehrt das vom Coronavirus schwer gebeutelte kulturelle Leben in Hamburg zurück. Auch größere Veranstaltungen wie Konzerte sollen wieder möglich sein, wenn Schutzmaßnahmen eingehalten werden.

Avatar_shz von
30. Juni 2020, 05:35 Uhr

Der Hamburger Senat wird am Dienstag weitere Lockerungen der Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschließen. So sollen im Freien künftig wieder Veranstaltungen mit bis zu 1000 und in geschlossenen Räumen mit bis zu 650 Teilnehmern möglich sein, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Voraussetzung seien entsprechende Schutzkonzepte etwa für das Rein- und Rauskommen, feste Sitzplätze und die Möglichkeit der Kontaktverfolgung. Ohne feste Platzvergabe sind im Freien maximal 200 und in Räumen 100 Personen zulässig. Wird Alkohol ausgeschenkt, muss die Teilnehmerzahl jeweils halbiert werden. Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bleiben demnach weiter untersagt.

Im privaten Rahmen können nach der neuen Eindämmungsverordnung künftig wieder bis zu 25 Personen zusammenkommen, egal aus wie vielen Haushalten. Bisher galt hier eine Höchstgrenze von 10 Personen aus maximal zwei Haushalten.

Clubs, Bordelle, Saunas und andere Betriebe, in denen es zu besonderer körperlicher Nähe komme, müssten aber auch weiterhin geschlossen bleiben, sagte ein Behördensprecher. Die Masken-Pflicht bleibt den Angaben zufolge sowohl im öffentlichen Nahverkehr wie auch im Einzelhandel bestehen.

Eine Verschärfung gibt es für Touristen aus den deutschen Corona-Hotspots wie dem Kreis Gütersloh. Für sie soll ein Beherbergungsverbot beschlossen werden, das ebenfalls am Mittwoch in Kraft tritt. Betroffen sind Reisende aus Kommunen, in denen die von Bund und Ländern vereinbarte Höchstgrenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten ist, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Ausnahmen gelten für Personen mit negativem Corona-Test, der aber nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Bei ihrer Ankunft in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, auf Campingplätzen und anderen Einrichtungen müssen Reisende schriftlich bestätigen, dass sie sich in den vorangegangenen 14 Tagen nicht in einem Corona-Hotspot aufgehalten haben.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen