Tarife : Gewerkschaft: Bahn-Warnstreik am Montag zwischen 5 und 9 Uhr

Bedienstete der Bahn nehmen an einem Warnstreik der Gewerkschaft EVG teil. /Archiv
Bedienstete der Bahn nehmen an einem Warnstreik der Gewerkschaft EVG teil. /Archiv

Bisher war die Ankündigung recht vage - nun teilt die Gewerkschaft EVG mit, wann am Montag konkret bei der Deutschen Bahn gestreikt wird. Die Aktionen sollen vier Stunden dauern und bundesweit laufen.

shz.de von
09. Dezember 2018, 16:50 Uhr

Kunden der Deutschen Bahn müssen am Montagmorgen wegen eines Warnstreiks bundesweit mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) rief Beschäftigte des Konzerns für die Zeit zwischen 5 und 9 Uhr zu dem Ausstand auf. Dies teilte ein EVG-Sprecher am Sonntagnachmittag mit und konkretisierte damit frühere Angaben.

Die Bahn geht davon aus, dass die Arbeitsniederlegungen «den Zugverkehr voraussichtlich bundesweit stark beinträchtigen» werden. Auch in den Stunden nach dem Warnstreik-Ende sei mit Störungen zu rechnen. «Die Deutsche Bahn setzt alles daran, die Auswirkungen der Warnstreiks auf ihre Kunden so gering wie möglich zu halten», hieß es aus dem Konzern. «Die DB bedauert, dass die Reisenden, darunter viele Arbeitnehmer, in der Adventszeit möglicherweise mehr Zeit und Geduld aufbringen müssen, um an ihr Ziel zu kommen.»

Die EVG hatte nach abgebrochenen Tarifgesprächen zu dem bundesweiten Warnstreik aufgerufen. Ein Schwerpunkt soll nach Informationen der Bahn Nordrhein-Westfalen sein. Aus Kreisen der EVG hieß es, die Aktionen sollten vor allem in Stellwerken und Werkstätten anlaufen. Auch in Hamburg und Umgebung könnte es Einschränkungen geben. «Ich rechne mit gravierenden Auswirkungen», sagte der Hamburger EVG-Geschäftsstellenleiter Frank Maur dem «Hamburger Abendblatt». Bei S-Bahnen, Regionalbahnen und Fernbahnen dürfte es zu Ausfällen und Verspätungen kommen. Die Gewerkschaft hat nach eigenen Angaben rund 8000 Mitglieder in Hamburg.

Am Samstag waren die Tarifparteien in Hannover ohne Ergebnis auseinandergegangen. Die EVG nannte ein aus ihrer Sicht zu geringes Lohnangebot des bundeseigenen Konzerns als Anlass für die Warnstreiks. Die Bahn sprach hingegen von einer «völlig überflüssigen Eskalation».

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