Prozesse : Flaschenwürfe auf Polizei: Bewährung für G20-Gegner

Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer. /Archiv
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Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer. /Archiv

Wegen mehrerer Flaschenwürfe hat das Landgericht Hamburg am Freitag einen G20-Gegner zu einem Jahr und zwei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Laut Anklage hatte der 24 Jahre alte Österreicher bei der Demonstration «TechNoG20» drei Tage vor dem Gipfeltreffen Flaschen auf Polizeifahrzeuge geworfen. Eine davon traf eine Passantin, die eine Platzwunde am Kopf erlitt. In erster Instanz hatte ihn das Amtsgericht Altona zu einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. In der Berufungsverhandlung habe der Angeklagte ein Geständnis abgelegt, sagte ein Gerichtssprecher.

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09. Februar 2018, 16:40 Uhr

Zudem habe der 24-Jährige bereits sieben Monate in Untersuchungshaft gesessen. Der Österreicher habe sich über das Urteil erleichtert gezeigt und erklärt, er werde der Auflage, Deutschland innerhalb einer Woche zu verlassen, nachkommen. Die Vorsitzende Richterin der Großen Strafkammer am Landgericht betonte, dass es sich bei der Tat nicht um einen minderschweren Fall handele. Die Verteidigung hatte argumentiert, der Angeklagte habe die Frau nicht treffen wollen.

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