Behörden : Finanzverwaltung bildet doppelt so viel aus wie 2013

Eine Auszubildende im Finanzamt arbeitet an einem Comupterarbeitsplatz. /Archivbild
Eine Auszubildende im Finanzamt arbeitet an einem Comupterarbeitsplatz. /Archivbild

Wer viel von Steuern versteht, wechselt vom Öffentlichen Dienst gern in ein Unternehmen. Deshalb fehlen in Hamburg Steuerprüfer. Von denen, die noch da sind, gehen viele bald in Rente. Als Antwort verstärkt die Finanzverwaltung ihre Ausbildung.

shz.de von
11. Juli 2019, 17:04 Uhr

Angesichts drohender Personallücken erhöht die Hamburger Finanzverwaltung ihre Ausbildungsleistung und schaltet beim Ausbau der Betriebsprüfungen einen Gang zurück. Künftig können 250 junge Frauen und Männer pro Jahr ihre Ausbildung oder ihr duales Studium an der hauseigenen Ausbildungsakademie beginnen, teilte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) am Donnerstag in der Hansestadt mit. Das sind rund doppelt so viele wie noch 2013. Zudem werde die geplante Steigerung der Betriebsprüfungen von 6400 im vergangenen Jahr auf 6600 im Jahr 2022 vorübergehend nicht mehr verfolgt. Die Steuerbeamten sollen die Priorität auf die zügige Bearbeitung der Steuererklärungen legen.

Die CDU betrachtete Dressels Ankündigung als «klares Alarmsignal». «Offenbar gibt es massive personelle Engpässe in der Steuerverwaltung», sagte der haushaltspolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion Thilo Kleibauer dem «Hamburger Abendblatt». Für die FDP erklärte die haushaltspolitische Sprecherin Jennyfer Dutschke, die Personalengpässe bei der Steuerprüfung seien auch ein Indiz dafür, dass das Steuersystem zu kompliziert sei.

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