Fußball : Ex-HSV van der Vaart: Geldsummen sind «gemeingefährlich»

Rafael van der Vaart, Ex-HSV-Profi, hält einen Kapuzenpullover. /Archiv
Rafael van der Vaart, Ex-HSV-Profi, hält einen Kapuzenpullover. /Archiv

Der frühere HSV-Profi Rafael van der Vaart hat die aktuellen Transfersummen im Profifußball angeprangert. «Die Geldsummen sind mittlerweile gemeingefährlich. Als ich von Ajax für fünf Millionen Euro nach Hamburg gewechselt bin, wusste jeder, wer ich war. Wenn aber heute ein Spieler für 30 Millionen Euro zu Watford wechselt, kenne ich den nicht mal», monierte der 36-Jährige in den Medien des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

shz.de von
24. Juli 2019, 09:28 Uhr

Van der Vaart, der am 13. Oktober sein Abschiedsspiel in Hamburg bestreitet, kritisiert, dass heutige Profis vornehmlich auf wirtschaftliche Aspekte fixiert sind. «Profis verdienen mittlerweile so viel Geld, dass viele nur noch deswegen spielen», sagte «VdV», der nach eigenen Angaben während seiner aktiven Zeit ein lukratives Angebot aus China erhalten hatte. «Was soll ich in China? Das wäre nichts für mich», meinte der niederländische Ex-Nationalspieler, der nach seinem Karriereende 2018 bei Esbjerg IF weiterhin in Dänemark seinen Lebensmittelpunkt hat.

Den Wechsel vom Hamburger SV zu Real Madrid 2008 hatte der damalige Co-Trainer Zeljko Petrovic abwenden wollen. Es sei besser, König in Hamburg zu sein, als ein normaler Prinz in Madrid. «Und das stimmt eigentlich, ich hatte hier alles», so van der Vaart über seine ersten drei HSV-Jahre, «aber wenn man zu Real wechseln kann, macht man das natürlich.»

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