Verkehr : Entscheidung über Köhlbrand-Querung: Druck auf Senat wächst

Blick während der «blauen Stunde» auf die Köhlbrandbrücke. /dpa/Archivbild
Blick während der «blauen Stunde» auf die Köhlbrandbrücke. /dpa/Archivbild

Die Oppositionsparteien in der Bürgerschaft und die Handelskammer Hamburg haben unabhängig voneinander den Senat aufgefordert, das Projekt einer neuen Köhlbrand-Querung schneller und druckvoller voranzutreiben. «Es muss zeitnah eine Richtungsentscheidung her», erklärte der CDU-Abgeordnete Ralf Niedmers. Für die FDP sagte die Fraktionsvorsitzende Anna von Treuenfels-Frowein: «Der rot-grüne Senat muss bei dem für den Hafen und die Stadt essenziellen Projekt endlich Klarheit schaffen.» Und die Linke erklärte, es sei eine Unverschämtheit gegenüber der Bürgerschaft und der gesamten Stadtgesellschaft, dass der Senat keine Berechnungen der Investitionskosten vorlege, obgleich sie offenbar vorhanden seien. Die Handelskammer forderte eine schnelle Grundsatzentscheidung.

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08. November 2019, 15:12 Uhr

Die Köhlbrandbrücke geht dem Ende ihrer Lebensdauer entgegen und muss bis 2030 als wesentliche Verkehrsader im Hamburger Hafen ersetzt werden. Technische Alternativen sind ein Tunnel oder eine neue Brücke. Hamburg verhandelt seit Monaten mit dem Bund über die Finanzierung. «Ein Kostenrahmen liegt derzeit nicht in der hierfür erforderlichen Detailtiefe vor», heißt es in einer Antwort auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Norbert Hackbusch und Heike Sudmann. Diverse Kostenschätzungen bewegen sich im Bereich von zwei bis drei Milliarden Euro, wobei nicht immer klar ist, ob Gesamtkosten oder reine Neubaukosten gemeint sind. Eine Brücke wäre im Bau günstiger, im Unterhalt jedoch teurer und würde nicht so lange halten wie ein Tunnel.

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