Einzelhandel : Edeka und Heinz beenden ihren Ketchup-Streit

Heinz Ketchup steht in einem Laden im Regal. /EPA/Archiv
Heinz Ketchup steht in einem Laden im Regal. /EPA/Archiv

Rechtzeitig zur Grillsaison haben Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka und der US-Konzern Kraft Heinz ihren Ketchup-Konflikt beendet. Der Streit sei beigelegt, und Edeka werde wieder mit Ketchup- und Grillsoßen des Marktführers beliefert, berichtete ein Edeka-Sprecher am Mittwoch. Zuvor hatte bereits die «Lebensmittel Zeitung» darüber berichtet. Details zur Einigung wurden nicht bekannt.

shz.de von
26. Juni 2019, 11:32 Uhr

Kraft Heinz hatte Ende Januar die Belieferung von Edeka eingestellt, weil sich die Unternehmen nicht auf neue Lieferkonditionen einigen konnten. Der US-Konzern habe Preiserhöhungen durchsetzen wollen, Edeka auf Preissenkungen bestanden, beschrieb damals der Kaufmännische Direktor von Kraft Heinz, Michael Lessmann, den Konflikt. Zur Einigung wollte sich der US-Konzern nicht äußern.

Edeka hatte versucht, die durch den Lieferstopp von Kraft Heinz entstandenen Lücken im Regal mit einer neuen Eigenmarke «Papa Joe's» zu füllen. Ein Edeka-Sprecher betonte, das neue Produkt sei von den Kunden sehr gut angenommen worden. Die «Lebensmittel Zeitung» berichtete dagegen unter Berufung auf Marktforscher, dass Edeka-Rivale Rewe von dem Konflikt profitiert habe.

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