Umwelt : Deutsche Umwelthilfe fordert Planungsstopp für LNG-Terminals

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer, Deutsche Umwelthilfe e.V.. /zb/dpa/Archivbild
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer, Deutsche Umwelthilfe e.V.. /zb/dpa/Archivbild

In der Diskussion um das bundesweit erste Terminal für Flüssigerdgas (LNG) hält die Deutsche Umwelthilfe (DUH) neben Brunsbüttel auch den Standort Wilhelmshaven aus Umwelt- und Sicherheitsgründen nicht für genehmigungsfähig. Das zeige ein neues Rechtsgutachten, das der Verein am Dienstag in Berlin vorstellte.

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03. Dezember 2019, 15:18 Uhr

Der Standort liege in unmittelbarer Nähe mehrerer Gebiete mit höchsten naturschutzfachlichen Schutzstatus. Zudem handele es sich um einen Bereich, in dem die Folgen des Klimawandels durch einen Meeresspiegelanstieg und die Zunahme extremer Sturmfluten besonders drastisch sein würden, warnte die Umwelthilfe.

DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner verwies darauf, dass die Terminals allgemein unwirtschaftlich seien und fossiles Flüssigerdgas dem Klima schade. Vor allem das in den USA durch Fracking gewonnene Erdgas habe eine schlechtere Klimabilanz als Kohle.

Auch der Standort Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) sei nicht genehmigungsfähig. Dort habe man bereits eine umfangreiche Nachprüfung auf den Weg gebracht. Je nach Planungsverlauf schloss Müller-Kraenner nicht aus, bei einem Genehmigungsverfahren den Klageweg zu beschreiten.

Planungen mit unterschiedlichen Konzepten gibt es auch in Stade und Rostock. Für diese beiden Standorte kündigte die DUH ebenfalls Prüfungen an. LNG konterkariert aus Sicht Müller-Kraenners die Klimaziele: «Während die Bundesregierung der klimafreundlichen Windenergie einen Stein nach dem anderen in den Weg legt, forciert sie Investitionen in klima- und umweltschädliche LNG-Terminals.»

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