Demonstrationen : Demonstration nach NSU-Prozess: Forderung nach Aufarbeitung

Ein Mann hält auf einer Demonstration ein Schild mit der Aufschrift «Verfassungsschutz zur Hölle!».
Ein Mann hält auf einer Demonstration ein Schild mit der Aufschrift «Verfassungsschutz zur Hölle!».

Wenige Tage nach dem Urteil im Münchner NSU-Prozess haben laut Polizei rund 700 Demonstranten am Samstag in Hamburg erneut weitere Aufklärung der Morde der Rechtsterroristen gefordert. Das Hamburger Bündnis gegen Rechts hatte unter dem Motto «Fünf Jahre NSU-Prozess - Kein Schlussstrich» zu dem Protestzug aufgerufen. Er war einer von zahlreichen ähnlichen Veranstaltungen in diesen Tagen bundesweit. Die Auseinandersetzung mit dem NSU-Komplex müsse weitergehen, forderten die Teilnehmer am Hansaplatz im Stadtteil St. Georg.

shz.de von
14. Juli 2018, 16:07 Uhr

Dem rechtsterroristischen NSU werden von 2000 bis 2007 zehn Morde zugerechnet - an Kleinunternehmern ausländischer Herkunft und an der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn. Eines der Opfer war der 31-jährige Süleyman Taşköprü, der 2001 im Lebensmittelgeschäft seiner Familie in Hamburg-Bahrenfeld erschossen wurde. Am Mittwoch war die Hauptangeklagte Beate Zschäpe im NSU-Prozess zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

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