Notfälle : Dementer Patient nach zwei Wochen tot im Krankenhaus-Keller

Er hat den Ausgang aus einem dunklen Keller nicht mehr gefunden: Ein dementer Patient ist zwei Wochen nach seinem Verschwinden während eines Klinikaufenthalts in Hamburg tot im Keller des Krankenhauses gefunden worden. Das bestätigten Polizei und die Asklepios-Kliniken am Mittwoch. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet.

shz.de von
14. August 2019, 14:09 Uhr

Nach Angaben der Polizei handelte es sich um einen ehemaligen Kommissar, der auf der Davidwache an der Reeperbahn gearbeitet hatte. Der 76-Jährige sei am 13. Juli bei einem Krankenhausaufenthalt in Hamburg-Wandsbek kurz vor der Entlassung vermutlich durch eine Fluchttür in ein Treppenhaus gelangt und dann nicht mehr zurückgekommen, da sich die Tür zur Station von außen nicht öffnen ließ.

Auch den Ausgang zur Straße habe er nicht gefunden. Stattdessen sei er ins zweite Untergeschoss gelaufen und dort unter der Treppe durch eine in der Wand eingelassene Stahltür in eine kleine Kammer geklettert, sagte ein Polizeisprecher. Hier starb er nach ersten Erkenntnissen der Ermittler an Herzversagen.

Polizei und Klinik hatten immer wieder nach dem Ex-Kommissar gesucht, auch mit einer Öffentlichkeitsfahndung und einem Suchhund - vergeblich. Erst am 28. Juli hätten Krankenhausmitarbeiter einen Geruch im Keller bemerkt und den Verschlag geöffnet.

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