Migration : Bundespolizei prüft Bedrohung der «Alan Kurdi» vor Libyen

Das Rettungsschiff «Alan Kurdi» im Hafen in Tarent in Süditalien. /ANSA/dpa/Archivbild
Das Rettungsschiff «Alan Kurdi» im Hafen in Tarent in Süditalien. /ANSA/dpa/Archivbild

Nach einem Bericht über eine Bedrohung des deutschen Rettungsschiffs «Alan Kurdi» durch libysche Schnellboote prüft die Bundespolizei See den Vorfall. Es seien Vorermittlungen aufgenommen worden, sagte ein Sprecher am Freitag in Bad Bramstedt (Schleswig-Holstein). Es gehe um den Verdacht eines Angriffs auf den zivilen Seeverkehr. Die Hamburger Staatsanwaltschaft wurde über den Vorgang informiert, sei aber selbst noch nicht aktiv geworden, erklärte eine Sprecherin.

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08. November 2019, 16:11 Uhr

Nach Angaben der Hilfsorganisation Sea-Eye hatten während einer Rettungsaktion auf dem Mittelmehr am 26. Oktober zwei bewaffnete Schnellboote mit libyscher Kennung interveniert. Die Besatzung der beiden Boote habe Schüsse in die Luft und ins Wasser abgegeben. Die Libyer hätten die Menschen in Seenot und die Crew des deutschen Schiffes mit Bordgeschützen bedroht.

Die «Alan Kurdi» hatte nach der Rettungsaktion vor der libyschen Küste am Sonntag mit 88 Geretteten an Bord im süditalienischen Hafen Tarent angelegt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa wollten Deutschland und Frankreich 60 der Migranten aufnehmen, Portugal 5 und Irland 2. Die restlichen 21 Geretteten sollten in Italien bleiben.

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