Prozesse : Bundesanwaltschaft fordert fünf Jahre Haft im Terror-Prozess

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. David Ebener/Archiv
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. David Ebener/Archiv

Im Prozess gegen drei terrorverdächtige Iraker aus Schleswig-Holstein hat die Bundesanwaltschaft für die beiden Hauptangeklagten eine Haftstrafe von fünf Jahren gefordert. Vor der Staatsschutzkammer des Oberlandesgerichts in Hamburg warfen die Staatsanwälte den beiden 23-Jährigen vor, einen islamistisch motivierten Sprengstoffanschlag vorbereitet zu haben. Der dritte, 36 Jahre alte Angeklagte soll sie bei der letztlich erfolglosen Suche nach einer Waffe unterstützt haben. Für ihn forderten sie ein Jahr und zehn Monate auf Bewährung.

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13. November 2019, 13:49 Uhr

Die beiden 23-jährigen Cousins hätten sich in Deutschland radikalisiert und zu einem Anschlag entschlossen, bei dem möglichst viele «Ungläubige» sterben sollten. Dazu hätten sie im Internet Kontakt zu IS-Anhängern aufgenommen, einfache Sprengsätze gebaut und Fahrunterricht genommen, um ein Fahrzeug in eine Menschenmenge steuern zu können.

Die Verteidiger der beiden Hauptangeklagten forderten für ihre Mandanten eine Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten. Die Angeklagten seien einer Gehirnwäsche unterzogen worden und hätten sich glaubhaft von radikalen Ansichten gelöst. Außerdem seien die Anschlagsvorbereitungen «laienhaft und stümperhaft» gewesen, was auch die Unentschlossenheit der Angeklagten zeige. Der Anwalt des 36-Jährigen forderte eine Haftstrafe von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung, da sein Mandant kein Terrorist sei und es ihm «nur um ein bisschen Geld» gegangen sei.

Das Urteil wurde noch für Mittwoch erwartet.

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