Prozesse : Brandanschlag auf Behördenmitarbeiter

Der Angeklagte (2.v.r), die Anwältin A. Voges (3.v.r), der Vorsitzende Richter J. Bülter (2.v.l) stehen im Gerichssaal.
Der Angeklagte (2.v.r), die Anwältin A. Voges (3.v.r), der Vorsitzende Richter J. Bülter (2.v.l) stehen im Gerichssaal.

Wegen eines Brandanschlags auf zwei Behördenmitarbeiter und einen Betreuer hat das Landgericht Hamburg einen 29-Jährigen zu elf Jahren Haft verurteilt. Zudem ordnete die Große Strafkammer am Dienstag die dauerhafte Unterbringung des Angeklagten in einer psychiatrischen Klinik an. Der 29-Jährige habe sich des Mordes, des zweifachen versuchten Mordes sowie der gefährlichen und schweren Körperverletzung schuldig gemacht, sagte der Vorsitzende Richter Joachim Bülter. Bei der Tat sei die Schuldfähigkeit des Angeklagten aufgrund seiner psychischen Erkrankung erheblich vermindert, aber nicht aufgehoben gewesen.

shz.de von
25. Juni 2019, 15:41 Uhr

Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Deutsche am 24. September vergangenen Jahres zwei Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes und seinen Betreuer mit brennendem Spiritus angegriffen. Die drei Männer wollten ihn aus seiner Wohnung im Stadtteil Eißendorf holen und in eine psychiatrische Einrichtung bringen. Einer der Behördenmitarbeiter kam bei der Tat ums Leben, sein Kollege erlitt schwerste Brandverletzungen. Der Betreuer kam mit leichten Blessuren davon. Der Täter selbst sprang aus der brennenden Wohnung im dritten Obergeschoss und erlitt ebenfalls schwerste Verletzungen.

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