Notfälle : Bergungsschiffe für Container in der Nordsee sind unterwegs

Container, die der Frachter «MSC Zoe» in der Nordsee verloren hat, schwimmen im Meer. /Netherlands Coast Guard
Container, die der Frachter «MSC Zoe» in der Nordsee verloren hat, schwimmen im Meer. /Netherlands Coast Guard

Zwei niederländische Spezialschiffe sollen möglichst noch am Samstag mit der Bergung von Containern des Containerfrachters «MSC Zoe» in der Nordsee beginnen. Die Schiffe verließen den Hafen von Ijmuiden am späten Freitagabend, wie das Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft in der Nacht zum Samstag mitteilte. Ein drittes Bergungsschiff befindet sich bereits auf dem Weg von Norwegen zur Unfallstelle.

shz.de von
12. Januar 2019, 09:19 Uhr

Das ursprünglich früher geplante Auslaufen der beiden niederländischen Schiffe hatte sich verzögert, weil noch Sonar-Anlagen eingebaut werden mussten. Die Schiffe sollten am Samstagmittag in der Ems-Mündung ankommen. Als erstes sollte ein Container geborgen werden, der in der Fahrrinne der Ems liegt. Ob dies möglich ist, blieb zunächst aber ungewiss, da stürmisches Wetter erwartet wurde. Die Bergung wird vermutlich mehrere Monate dauern.

Die «MSC Zoe» hatte auf dem Weg nach Bremerhaven in der Nacht zum 2. Januar 291 Container verloren, darunter zwei mit gefährlichen Stoffen. Diese wurden noch nicht geortet. Rund 20 Container sowie ihr Inhalt wurden an Stränden angespült. Die meisten Container liegen aber auf dem Meeresboden nördlich der niederländischen Wattenmeer-Inseln auf der stark befahrenen Route des Frachtverkehrs, etwa 20 wurden bei Borkum geortet.

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