Prozesse : Baby fast zu Tode misshandelt: Prozess gegen Vater beginnt

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. /Archiv
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. /Archiv

Ein 41-Jähriger soll seine neugeborene Tochter in Hamburg-Langenhorn beinahe zu Tode misshandelt haben. Das nur wenige Wochen alte Mädchen erlitt schwerste Kopfverletzungen und bleibende Schäden. Die Taten ereigneten sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft schon vor einem Jahr. Am kommenden Dienstag soll der Prozess gegen den Vater am Hamburger Landgericht beginnen.

shz.de von
12. Oktober 2018, 11:33 Uhr

Wie die Staatsanwaltschaft am Freitag weiter mitteilte, soll der Angeklagte dem Kind in der Nacht zum 1. Oktober 2017 einen kräftigen Faustschlag gegen die Schläfe versetzt haben. Dabei habe er den Tod des Kindes in Kauf genommen. Es erlitt einen Bluterguss und Schmerzen. Zu der Tat im Schlafzimmer der Wohnung des Mannes sei es gekommen, weil das Baby schrie und sich nicht beruhigen ließ.

Aus dem gleichen Anlass soll der Vater eine Woche später das Kind nachts massiv geschüttelt haben. Dabei sei der Kopf des Mädchens gegen einen körperlichen Widerstand gestoßen. Es erlitt einen Schädelbruch und schwere Hirnverletzungen. Ärzte konnten das Leben des Kindes durch intensivmedizinische Maßnahmen retten, es sei aber aufgrund der nicht heilbaren Hirnschäden auf Dauer geistig behindert. Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag in zwei Fällen, gefährliche Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen.

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