Umwelt : Auch Grüne im Norden kritisch bei Luftballons

Steffen Regis, Landesvorsitzender von Bündnis90/Die Grünen von Schleswig-Holstein. /Archivbild
Steffen Regis, Landesvorsitzender von Bündnis90/Die Grünen von Schleswig-Holstein. /Archivbild

Die Grünen in Schleswig-Holstein haben wie ihre Parteifreunde in Niedersachsen eine kritische Haltung gegenüber Luftballons. Eine Verbotsinitiative planten sie derzeit aber nicht, sagte der Landesvorsitzende Steffen Regis am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Sollten Kommunen aber ein derartiges Vorhaben vorantreiben, hätten sie dabei die volle Unterstützung des Landesverbands.

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12. September 2019, 16:49 Uhr

Laut «Neuer Osnabrücker Zeitung» (NOZ) griffen die Grünen in Niedersachsen eine Initiative der Stadt Gütersloh im benachbarten Nordrhein-Westfalen auf und befürworteten einen Luftballon-Verzicht. In Gütersloh soll aus Umweltschutzgründen bei Veranstaltungen der Stadt auf fliegende Gasluftballons verzichtet werden.

«Wenn Luftballons in der Natur landen, gefährden sie damit Vögel und andere Tiere», sagte Regis für die Nord-Grünen. «Sie fressen die Überreste und verheddern sich in den Schnüren.» Daher wäre es sinnvoll, wenn Kommunen das massenhafte Steigenlassen von Luftballons einschränken.

Es gehe nicht darum, Kindern die Freude an Luftballons zu nehmen, sondern ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass diese am Ende häufig nicht im Mülleimer landen, sondern im Meer und auf Wiesen. 2018 hatte ein Landesparteitag beschlossen, bei Wahlkämpfen weniger Plastik einzusetzen. Daher verzichtet der Landesverband auf Luftballons als Give-away.

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