Prozesse : Affäre um Stones-Karten: Staatsrätin soll 20 000 Euro zahlen

Auf Bildschirmen auf der Bühne ist das Logo der Band zu sehen. /dpa
Auf Bildschirmen auf der Bühne ist das Logo der Band zu sehen. /dpa

Im Zusammenhang mit der Affäre um Freikarten für das Rolling-Stones-Konzert 2017 in Hamburg hat das Amtsgericht eine ehemalige Staatsrätin zu einer Geldstrafe verurteilt. Die 59-jährige Angeklagte habe sich der Vorteilsannahme und der Verleitung von Untergebenen zu einer Straftat schuldig gemacht, sagte Richter Lukas Romeike am Mittwoch in seiner Urteilsbegründung. Die wegen der Affäre in den einstweiligen Ruhestand versetzte Staatsrätin Elke Badde müsse 120 Tagessätze zu je 170 Euro also 20 400 Euro zahlen.

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20. November 2019, 15:42 Uhr

Badde hatte nach Überzeugung des Gerichts vier Monate vor dem Konzert im Hamburger Stadtpark zwei Tribünenkarten einschließlich vergünstigter Gebühren für 357,50 Euro über den damaligen Leiter des Bezirksamts Nord, Harald Rösler, bestellt. Nach eigenen Angaben hatte sie das Konzert am 9. September 2017 in Hamburg aber gar nicht besucht. Als Disziplinarvorgesetzte von Rösler habe sie damit Kenntnis davon gehabt, dass das für die Genehmigung des Konzerts zuständige Amt einen bevorzugten Zugang zu Karten hatte. «Da hätten Sie einschreiten müssen. Das haben Sie nicht getan», stellte der Richter fest. Der Verteidiger von Badde, Otmar Kury, kündigte an, seine Mandantin werde das Urteil anfechten

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