Ratzeburger See : Nandu-Herde rennt über Straße: Tier durch Auto getötet

Nandus auf einer Wanderung.

Nandus auf einer Wanderung.

Die Laufvögel bewegten sich über die Bundesstraße. Ein Tier wurde von einem Auto erfasst.

shz.de von
29. Mai 2018, 16:55 Uhr

Dechow | Eine Herde wilder Nandus ist in Dechow nahe dem Ratzeburger See über eine Bundesstraße gelaufen und hat einen Verkehrsunfall verursacht. Nach Angaben der Polizeiinspektion Wismar stieß am Montag ein Auto mit einem Tier zusammen, das dabei ums Leben kam. Am Auto entstand Sachschaden in Höhe von 1000 Euro.

Immer wieder kommt es in Nordwestmecklenburg zu Zwischenfällen mit Nandus, die an der Grenze zu Schleswig-Holstein wild leben. Im Februar war zwischen den Ortschaften Rieps und Niendorf ein Auto mit einem der Großvögel zusammengestoßen. Im April musste die A20 kurzzeitig bei Lüdersdorf gesperrt werden, weil sich Nandus auf die Fahrbahn verirrt hatten.

Nandus sind straußenähnliche, flugunfähige Vögel, die ursprünglich in Südamerika beheimatet sind. Die einzige freilebende Nandu-Population Europas lebt in der Region nördlich des Schaalsees und umfasst jüngsten Zählungen zufolge mehr als 200 Tiere. Der Bestand geht auf wenige Vögel zurück, die 1999 aus einem Gehege in Groß Grönau in Schleswig-Holstein entlaufen waren. Bauern klagen zunehmend über Flurschäden, die Nandus auf ihren Äckern anrichten. Ein weiteres Wachstum der Population soll gestoppt werden, indem Eier der Nandus angebohrt und damit unfruchtbar gemacht werden.

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