Einsatzbereitschaft der Luftwaffe : Medien: Nur 26 von 93 Tornados sind einsatzbereit

Laut: Ein Tornado des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 beim Start auf dem Flugplatz Jagel.
Ein Tornado des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 beim Start auf dem Flugplatz Jagel.

Es mangele sowohl an Personal als auch an Material, heißt es. Im Ernstfall sähe es düster aus.

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22. März 2018, 20:19 Uhr

Jagel/Berlin | Die Luftwaffe leidet unter erheblichen Defiziten bei der Einsatzbereitschaft. Von 93 Tornados waren Ende 2017 nur 26 einsatzbereit, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf den aktuellen Rüstungsbericht des Verteidigungsministeriums. Damit könne die Luftwaffe im Ernstfall nur noch eingeschränkt ihren Nato-Bündnisverpflichtungen nachkommen, hieß es aus Teilnehmerkreisen des Ausschusses gegenüber der dpa. Das Problem liege demnach nicht nur am Mangel an einsatzbereiten Flugzeugen, es fehle auch an Besatzungen.

„Diese Aussage kann ich so nicht bestätigen. Die Dienstposten in unserem Geschwader sind besetzt“, sagte Oberstleutnant Falk Stözel, Personalstabsoffizier des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 „Immelmann“ in Jagel, shz.de. Das Geschwader könne sowohl den Aufklärungseinsatz in Al-Asrak in Jordanien als auch den Ausbildungsbetrieb in Jagel abdecken.

In Jordanien sind zwei Tornados der „Immelmänner“  im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) im Einsatz. Seit einem Jahr findet die Ausbildung der Tornado-Piloten nicht mehr im US-amerikanischen Holloman, sondern in Schleswig-Holstein statt. „Wir können sowohl die fliegerische Grundschulung als auch den normalen Übungsbetrieb sicherstellen“, sagte Stözel.

Dem RND-Bericht zufolge standen der Bundeswehr zum Jahresende nicht die 33 Tornados zur Verfügung, zu deren Abstellung sie sich im Rahmen der schnellen Einsatztruppe der Nato verpflichtet habe. Von den Eurofightern waren Ende 2017 nach RND-Angaben von 128 dieser Kampfflugzeuge nur 39 einsatzbereit.

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