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Lübeck

22. August 2017 | 15:23 Uhr

Zwei neue Wale für Lübeck

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Fossile Funde im Museum für Natur und Umwelt / Buntes Programm am Sonnabend zur Museumsnacht

Europas größte Präsentation Lüfossiler Wale bekommt Zuwachs. Im Lübecker Museum für Natur und Umwelt werden in der Museumsnacht zwei neue Walskelette gezeigt: ein sechs Meter langer Bartenwal und ein 2,5 Meter langer Zahnwal. Die Neufunde sollen später dauerhaft präsentiert werden.

„Ich freue mich sehr, dass das Museum für Natur und Umwelt mit seinen innovativen Präsentationsformen und seinen spannenden museumspädagogischen Programmen wieder einen wichtigen Schritt hin zu einem Umweltbildungszentrum für Lübeck gemacht hat“, erklärte Prof. Dr. Hans Wißkirchen, Leitender Direktor der Lübecker Museen. Die Neufunde, die in die wissenschaftliche Sammlung eingehen, seien ein echter Glücksfall für das Haus.

Gefunden wurden die beiden Wale in der Tonkuhle Groß Pampau unter anderem von Andreas Malchow (Foto). Dieses Gelände im Kreis Herzogtum Lauenburg birgt eine Grabgemeinschaft Millionen Jahre alter Lebewesen. In dem Glimmerton aus der erdgeschichtlichen Epoche des Miozäns von vor etwa 11 Millionen Jahren wurden bereits mehrere Großfossilien entdeckt. Im Museum für Natur und Umwelt befinden sich insgesamt fünf Tiere (ein Hai, drei Bartenwale, ein Zahnwal).

In den vergangenen Monaten wurden im Museum bei laufendem Betrieb viele Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen. Unter anderem wurde im Erdgeschoss eine paläontologische Grabungsstelle mit Originalversteinerungen zum Anfassen nachgebildet sowie die Beleuchtung erneuert. Darüber hinaus wurden Ausstellungstexte aktualisiert und zweisprachig (deutsch / englisch) eingerichtet. Das Großmodell mit typischen Strukturen des aktiven Kliffs am Ostseeufer „Brodtener Ufer“ wurde komplett überarbeitet. Und: Der Schlutuper Riesenhirschfund vom Ende der letzten Eiszeit wurde wissenschaftlich überarbeitet und nach diesen Erkenntnissen neu präsentiert.

Begleitend zur Ausstellung der Fossilienfunde wurde von der Biologin Dr. Johanna Prinz ein neues museumspädagogisches Programm erarbeitet. Es richtet sich an die Klassen 7 bis 10. Titel: „Ein rätselhafter Fund – Fossilien erforschen“.

Für die Museumsnacht am kommenden Sonnabend, 31. August, verspricht Museumsleiterin Susane Füting viel Spaß, Ratespiele, optische Täuschungen, kuriose Tiere, tolle Musik und natürlich spannende Informationen zu den Walfunden. Das Museum bietet ab 18 Uhr ein Kinderprogramm, organisiert und durchgeführt mit Unterstützung des Fördervereins. Darüber hinaus werden Kurzführungen in der Klima-Ausstellung und bei den Insektenmodellen angeboten. Im Domhof gibt es Musik mit dem Hamburger DJ Raphael Marionneau und dem Duo Tom Klose/ Niklas Hardt. Um 19.15 Uhr werden im Vortragssaal die Modernisierungsmaßnahmen in der Ausstellung vorgestellt, um 20.30 Uhr hält Walforscher Gerhard Höpfner einen Vortrag über die beiden neuen Wale und präsentiert sie im Original. Dr. Wolfram Eckloff, ehemaliger Leiter des Museums, berichtet in einer Kurzführung um19 Uhr „Widersprüchliches über Krabbeltiere“.


>Das gesamte Programm des MNU und aller anderen Museen finden Interessierte im Internet auf der der Homepage: www.die-luebecker-museen.de



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erstellt am 28.Aug.2013 | 00:33 Uhr

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