Zurück auf den Königsstuhl

Der Zusammenbau der unter Denkmalschutz stehenden Drehbrücke hat begonnen. Die Freigabe soll aber erst am 21. Mai erfolgen.
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Der Zusammenbau der unter Denkmalschutz stehenden Drehbrücke hat begonnen. Die Freigabe soll aber erst am 21. Mai erfolgen.

Der Zusammenbau der denkmalgeschützten Drehbrücke in Lübeck hat begonnen

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29. April 2015, 14:06 Uhr

Eine wichtige Verkehrsverbindung zur Altstadt ist seit Monaten unterbrochen: Im Oktober wurde mit der Sanierung der denkmalgeschützten Drehbrücke aus dem Jahr 1892 begonnen. Jetzt sind die wesentlichen Arbeiten abgeschlossen, und der Zusammenbau der Brückenteile kann beginnen. Das ist nicht einfach, wie sich gestern zeigte, denn denn die schweren Teile müssen sich exakt einpassen.

Die Technik der Lübecker Drehbrücke läuft bereits. Der Königsstuhl, der die Brücke trägt und dreht, ist saniert und wurde bereits getestet. Am Mittwoch kam das nächste Teil – der 30 Tonnen schwere Hauptquerträger, der später den Brückenüberbau trägt. Er dient der Verteilung der Lasten aus dem Stahlfachwerküberbau auf die Mittelauflager im geschlossenem Zustand und der Lastübertragung auf den Königsstuhl im geöffneten Zustand.

Der schadstoffbelastete Korrosionsschutz auf dem Hauptquerträger wurde – wie beim Überbau auch – mittels Sandstrahl entfernt und fachgerecht entsorgt. Nach genauer Begutachtung wurden die notwendigen Stahlbauarbeiten festgelegt und ausgeführt, anschließend ein neues Korrosionsschutzsystem aufgebracht.

Am kommenden Dienstag wird der Brückenüberbau von einem nahe gelegen Gelände des Hafen zurückgebracht und wird mittels eine schwimmenden Spezialkrans eingehängt. Dann ist viel Fingerspitzengefühl gefordert, denn das 330 Tonnen schwere Brückenteil muss auf die über 70 Bolzen passen. Die Arbeiter rechnen damit, dass das den ganzen Tag in Anspruch nehmen wird. Danach kommen die Gehwege und Gelände an die Reihe. Im Anschluss muss die Brücke mit Gewichten ausbalanciert werden. Nach derzeitiger Planung kann der Eröffnungstermin am 21. Mai aber gehalten werden.

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