Zehn Jahre Lübecker Modell – Studium plus Handwerkslehre

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03. April 2014, 12:07 Uhr

Das Ausbildungsmodell „Studium mit integrierter Lehre“ (Studile) der Handwerkskammer und der Fachhochschule Lübeck wird zehn Jahre alt. 2004 begannen die ersten drei Studierenden mit einer Ausbildung zum Metallbauer, Landmaschinentechniker oder Industriemechaniker, um nach einem Jahr zusätzlich ein Maschinenbaustudium an der Fachhochschule aufzunehmen. Heute gehöre das Studile-Programm wegen seiner engen Verzahnung von Wissenschaft und betrieblicher Praxis zu den Zugpferden des praxisnahen Studiums an der Fachhochschule, sagte deren Präsident Stefan Bartels. „Inzwischen hat das Modell im Land und darüber hinaus Nachahmer gefunden“, sagte der Sprecher der Handwerkskammer, Ulf Grünke. Die Ausbildung beginnt mit der Lehre im gewünschten Handwerks- oder Industrieberuf. Nach etwa einem Jahr beginnt das Studium, in den Semesterferien läuft die betriebliche Ausbildungsphase weiter. Ihre Gesellen- oder Abschlussprüfung legen die Studenten als Externe ab. Das integrierte Studium dauert nur viereinhalb Jahre. In den vergangenen zehn Jahren haben nach Angaben Lodes 192 Teilnehmer Studile erfolgreich absolviert – mit einem Bachelor-Abschluss und einem Gesellen- oder Facharbeiterbrief.

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