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Werbung – aber nur mit Qualität

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bis Oktober muss in den Altstädten von Lübeck und Travemünde störende Werbung verschwunden sein

Seit 30 Jahren ist die Lübecker Altstadt Unesco-Weltkulturerbe. Ein Ereignis, das das ganze Jahr über befeiert wird. Und so passt es ins Bild, dass seit Oktober 2016 für diesen Bereich als auch die Travemünder Altstadt eine angemessene Werbeanlagensatzung gilt. Die darin fixierten Vorgaben müssen bis Oktober diesen Jahres umgesetzt sein.

Die Stadt hat jetzt für Betroffene ein Handbuch zur Umsetzung der Vorschriften veröffentlicht. Mit klaren Regeln: maximal drei Aufsteller pro Restaurant, keine Aufkleber auf dem Schaufenster und keine Kletterschrift mehr. Mit vielen grafischen und bebilderten Beispielen steht allen Einzelhändlern, Gastronomen und Gewerbetreibenden damit ab sofort eine gut verständliche Arbeitshilfe kostenlos zur Verfügung. Das Heft kann im I-Punkt der Hansestadt Lübeck (Mühlendamm 12) und beim Lübeck-Management e.V. (Fleischhauerstraße 37) abgeholt oder www.stadtentwicklung.luebeck.de als pdf-Datei heruntergeladen werden. Werbeanlagen sind zukünftig erst ab einer Größe von 0,2 Quadratmeter genehmigungspflichtig. Das Handbuch erläutert Größen und Anzahl von Werbeanlagen, die Anordnung in Abstimmung mit der Fassade und unzulässige Werbeanlagen und gibt vor allem Hilfestellung für den eigentlichen Bauantrag. Für vereinzelt bislang nicht genehmigte Werbeanlagen wurde eine Übergangsfrist von einem Jahr für das nachträgliche Einholen der Genehmigung vereinbart.

„Das Bewusstsein für die historischen Gebäude und der sensible Umgang damit führten fast immer dazu, dass Werbeanlagen dezent eingesetzt wurden und diese sich in den Straßenraum einfügen“, begründet die Stadt die Regelungen. „Die Broschüre zeigt zahlreiche positive Beispiele aus den Altstadtbereichen Lübeck und Travemünde und verdeutlicht, dass sich die Bürgerinnen und Bürger die Bewahrung des kulturellen Erbes und die Aufwertung des Stadtbildes zu ihrer Aufgabe gemacht haben.“

Ganz ohne Konflikte wird die Umsetzung wohl nicht ablaufen. Im vergangenen Jahr sorgte bereits ein als Eistüte getarnter Mülleimer in Travemünde für überregionale Beachtung. Der wurde als unzulässige Werbeanlage eingestuft.

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