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Lübeck

18. August 2017 | 09:07 Uhr

Weniger Komasäufer in Lübeck

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Neue Statistik: 2012 kamen 44 Jugendliche mit Alkoholrausch ins Krankenhaus / Schul-Wettbewerb „Bunt statt blau“ gestartet

Alkohol bis zum Abwinken: Das Rauschtrinken bei Schülern bleibt bundesweit ein Problem. In Lübeck ging die Zahl jugendlicher Komasäufer allerdings zurück. Im Jahr 2012 kamen nach Informationen der Krankenkasse DAK 44 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Laut aktueller Landesstatistik nahm die Zahl der Betroffenen hier im Vergleich zu 2011 um 14 Prozent ab. Im Langzeitvergleich ist der Wert aber konstant hoch.

„Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen ist ein Alarmzeichen. Unser Ziel ist eine langfristig positive Entwicklung“, sagt Nils Junker von der DAK-Gesundheit in Lübeck. „In den vergangenen zehn Jahren hatten die alkoholbedingten Klinik-Einlieferungen starke Schwankungen, aber die Zahlen bewegten sich immer auf einem hohen Niveau.“ In Lübeck landeten 2012 nach dem Rauschtrinken insgesamt 23 Jungen und 21 Mädchen auf den Stationen der Kliniken.

Um ein Zeichen gegen das Rauschtrinken zu setzen, startet die Krankenkasse jetzt zum fünften Mal ihre Präventionskampagne „Bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“. Bundesweit werden mehr als 11 000 Schulen zur Teilnahme eingeladen, davon zahlreiche Schulen in der Region Lübeck Unterstützer der Kampagne ist beispielsweise die Band „Luxuslärm: Als Schirmherr der Hansestadt Lübeck fungiert wieder Friedrich Thorn, Bereichsleiter für Kultur/Schule und Sport.

Seit 2010 wurden beim mehrfach ausgezeichneten Wettbewerb „Bunt statt blau“ bereits 52 000 Schüler mit ihren Plakaten zu Botschaftern gegen das Komasaufen. „Wenn Jugendliche im Kampf gegen Alkoholmissbrauch selbst Farbe bekennen, ist das besonders glaubwürdig“, so Nils Junker. „Wir hoffen, dass viele Schulen in der Hansestadt Lübeck das Thema auf den Stundenplan setzen.“ Bis zum 31. März können die Bilder auch persönlich in der Wahmstraße (Haerdercenter) Lübeck abgegeben werden.

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erstellt am 27.Jan.2014 | 13:11 Uhr

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