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Was wird aus der Völkerkunde-Sammlung?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Museum ist aus Kostengründen geschlossen / Förderer fordern ein neues interkulturelles Zentrum in Lübeck

Das Völkerkundemuseum im Zeughaus am Dom ist lange schon geschlossen. Ein Museumsbetrieb ist aus Kostengründen nicht mehr möglich. Lediglich jährlich gibt es eine Ausstellung „am anderen Ort“. Beim Neujahrsempfang der Gesellschaft für Geographie und Völkerkunde zu Lübeck macht e die Vorsitzende Renate Kastorff-Viehmann auf die Aktualität aufmerksam. Durch die jüngste politische Entwicklung, durch Flüchtlinge und Lübecker mit Migrationshintergrund komme der Völkerkunde als Weltmenschheitserbe eine Bedeutung zu, die sie vielleicht einige Zeit nicht hatte.

Die Idee von Bürgermeister Bernd Saxe, das Standesamt aus der Lindeschen Villa in der Ratzeburger Allee ins Zeughaus zu verlegen, würde einen Umzug der Völkerkundesammlung zur Voraussetzung haben. Das aber sei nicht mit ein paar Umzugskartons zu besorgen. Ein solcher Umzug würde zwei bis drei Jahre beanspruchen, weil die Objekte zuvor fachgerecht behandelt und gesichert werden müssten. Hierfür wären enorme Summen aufzuwenden. Die Geographische Gesellschaft verfolgen seit 2014 eine Vision: die Errichtung eines „interkulturellen Zentrums“. Hier könnten Brücken geschlagen werden zwischen Einheimischen und Neubürgern, wobei die Völkerkunde viele Anknüpfungspunkte biete. In diesen Rahmen gehöre auch die Diskussion zur Neugestaltung der Ausstellung im Holstentor. In räumlicher Nähe stehe unter Umständen das ehemalige Bundesbankgebäude zur Verfügung. Die Stadt sollte Interesse signalisieren.




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