W-Lan für alle Schulen in der Hansestadt Lübeck

Lübecks Kultursenatorin Kathrin Weiher.
Lübecks Kultursenatorin Kathrin Weiher.

Schnelle Umsetzung durch innovatives Klebeverfahren und standardisiertes Konzept

shz.de von
29. August 2018, 11:04 Uhr

Die Schulen der Hansestadt Lübeck sollen bis zum Ende des kommenden Schuljahres 2018/2019 vollständig mit professionellen, controllergesteuerten und auch aus der Ferne wartbaren W-Lan-Netzen ausgestattet sein.

Bis zum Ende der Sommerferien im August konnten bereits 43 der 68 Lübecker Schulstandorte mit flächendeckendem W-Lan versehen werden, 35 davon wurden allein im Schuljahr 2017/18 ausgestattet. 20 weitere Schulen werden aktuell im Rahmen größerer Baumaßnahmen wie Brandschutzmaßnahmen oder An-, Um- und Neubauten mit W-Lan versorgt. Fünf verbleibende Schulen müssen wegen verschiedener baulicher Mängel zunächst zurückgestellt werden.

Zuverlässige W-Lan Installationen sind die wichtigste infrastrukturelle Maßnahme, um die Möglichkeiten der – gar nicht mehr so – Neuen Medien unkompliziert im Unterricht nutzen zu können. Die Lübecker Schulen haben den Vorteil, dass durch das Projekt „Schulen ans Netz“ die notwendige kabelgebundene Vernetzung für das W-Lan überwiegend vorhanden ist. „Die hohe Umsetzungsgeschwindigkeit der nun erfolgten W-Lan Installationen ist auf ein, bis ins Detail standardisiertes Konzept zurückzuführen, das in Zusammenarbeit mit fünf regionalen Firmen realisiert werden konnte“, sagt Friedrich Thorn, Bereichsleiter Schule und Sport in der Hansestadt Lübeck.

Zum Einsatz kam ein innovatives Klebeverfahren, das mit dem Denkmalschutz, der Feuerwehr und dem Gebäudemanagement abgestimmt ist. Der elektrische Strom für die Sender/Empfänger (Access Points) wird durch die ohnehin vorhandenen Netzwerkkabel geleitet (PoE = Power over Ethernet), sodass die Elektroinstallationen nicht berührt werden. „Da die Geruchs-, Lärm- und Staubbelästigung der Installationen gleich Null ist, konnte sogar parallel zum Unterrichtsbetrieb gebaut werden. Darüber hinaus bieten die controllerbasierten W-Lan schulfreundliche Features, wie zum Beispiel ein Gastportal mit Voucher-Betrieb“, so Thorn weiter.

Auch wenn der Schulträger für die selbstständige Nutzung verständliche Handreichungen zur Verfügung stellt, ersetzen diese keinesfalls die notwendigen Fortbildungen für die Lehrkräfte. „Der Schulträger dankt dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein (IQSH) für die ganzjährige Abordnung eines Mitarbeiters, ohne den dieses Vorhaben kaum realisierbar gewesen wäre“, betont Lübecks Schulsenatorin Kathrin Weiher.


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