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Lübeck

22. September 2017 | 21:03 Uhr

Von Schiffsparade bis Seeschlacht

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Beim Hansetag wird die Seefahrt-Geschichte der Hansestadt auf der „Maritimen Meile“ erlebbar – und effektvoll in Szene gesetzt

shz.de von
erstellt am 29.Apr.2014 | 16:44 Uhr

Neben dem Hansemarkt wird sie die Attraktion des Hansetages in Lübeck: die „Maritime Meile“. Fast 40 Schiffe – vom Großsegler bis zum Koggennachbau – haben sich bis jetzt angemeldet (siehe Infokasten). Die Schiffsparade beim Einlaufen in den Lübecker Hafen, das internationale Koggentreffen und die mittelalterliche Verladeaktion sind nur einige Programmpunkte, die sich auf der „Maritimen Meile“ vom Traveufer aus bestaunen lassen.

„Schiffe und die Handelswege auf dem Wasser spielten schon im Mittelalter für Lübeck eine wichtige Rolle. Sie entwickelte sich als ‚Tor zur Ostsee‘ zur großen Handelsmacht und Drehscheibe für den Ost-West-Handel“, erklärt Lübecks Bürgermeister und Vormann der Hanse Bernd Saxe. „Die Maritime Meile auf dem Hansetag erinnert an die stolze Vergangenheit Lübecks als ,Königin der Hanse’ und unterstreicht die zentrale Rolle des Hafens, der damals wie heute von großer wirtschaftlicher Bedeutung war.“

Fast 40 historische und moderne Schiffe, darunter zahlreiche Segelschulschiffe und Forschungsschiffe, werden vom 22. bis 25. Mai in Lübeck zu Gast sein. 18 von ihnen beteiligen sich am Projekt der Wissenschaftsstadt Lübeck „Schiffe als Wissensorte“ und stehen als Bühne für den Wissensaustausch zur Verfügung. Größter Star unter den Schiffen ist das Segelschulschiff „Alexander von Humboldt II“. Auf dem Programm stehen Open Ship-Aktionen, Shanty-Chöre, Mitsegeltörns, Vorträge, Ausstellungen, Labskausessen und vieles mehr.

Die Massen anlocken wird die gemeinsame Ankunft der Gastschiffe am 22. Mai ab 15.30 Uhr im Lübecker Hafen. „Ein Großteil der Schiffe trifft bereits am Mittwoch in Travemünde ein und kann dort entlang der Travepromenade und im Fischereihafen bewundert werden,“ freut sich Andrea Gastager, Geschäftsführerin der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH. „Am Donnerstag starten die Schiffe dann um 13.30 Uhr zur großen Schiffsparade nach Lübeck. Wer Lust hat, sich einmal selbst an Bord den Wind um die Nase wehen zu lassen, kann während des Hansetages Törns zum Mitfahren und Mitsegeln buchen.“ Weitere Infos unter www.hansetag2014.de.

Wie es früher üblich war, werden auch beim Hansetag Boten die Ankunft der Schiffs-Armada ankündigen. Zeitgleich starten sechs Läufer in mittelalterlichen Gewändern vom Ostpreußenkai in Travemünde, um dem Bürgermeister der Hansestadt Lübeck gegen 15.30 Uhr das Eintreffen der Koggen am Lübecker Behnkai zu verkünden. Für die Durchfahrt der Schiffe wird die Eric-Warburg-Brücke wahrscheinlich mindestens dreimal geöffnet werden.

Der Verein „Hansevolk zu Lübeck“ wird bei einer Verladeaktion am 23. Mai um 13.30 Uhr für eine historische Szenerie sorgen und verdeutlichen, wie die Koggen in der Hansezeit zum Einsatz kamen. Hingucker wird jedoch auch die Inszenierung einer Seeschlacht der Hanse-Koggen mit Kanonendonner am 24. Mai um 10 Uhr sein.

Zwischen den historischen Schuppen 6 und 9 – schräg gegenüber dem künftigen Hansemuseum – lassen Shanty-Chöre alte Seemannslieder erklingen und Seebären erzählen abenteuerliche Seefahrergeschichten.

Während die größeren Schiffe an der Nördlichen Wallhalbinsel und Untertrave (Behnkai) festmachen, liegen die historischen Transportschiffe an der Obertrave im Museumshafen. Der Dampfeisbrecher „Stettin“ wird wie die russische Fregatte „Shtandart“ in Travemünde festmachen. Die Schiffe laden zu Open Ship, Mitfahrten und Aktionen ein.

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