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Lübeck

12. Dezember 2017 | 19:46 Uhr

Virtuelles Gedächtnis für Lübeck

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Fachhochschule Lübeck entwickelt ein neues Portal für die Hansestadt „Lübeck4Me“, das im Herbst freigeschaltet wird

Die Fachhochschule Lübeck (FH) und zahlreiche Partner aus der Hansestadt arbeiten mit finanzieller Unterstützung der Possehl-Stiftung an der Entwicklung eines Internet-Portals für Lübeck – dem virtuellen Gedächtnis der Stadt. So betitelt Projektinitiator Ralf-Ingo Koch das neue geplante Portal Lübeck4Me. Der Diplom-Designer lehrt im Studiengang Informationstechnologie und Design im FH-Fachbereich Elektrotechnik und Informatik.

Lübeck4Me bereitet umfangreiche Informationen der Gegenwart und der Geschichte Lübecks auf und wird diese, in erster Linie historischen Informationen der Hansestadt Lübeck, bündeln und allen Interessierten zugänglich machen. „Zu einem großen Teil sind diese Informationen vorhanden“, erläutert Projektinitiator Koch, „sie liegen aber weder digital vor, noch sind sie der Öffentlichkeit zugänglich, weil sie als analoge Grafiken, Pläne oder Fotos in privaten Sammlungen oder tief vergraben in Archiven liegen.“

Lübeck4Me wird ein offenes Angebot sein, mobil und gemeinnützig. Es vernetzt alle, die historische Informationen in dieser Form veröffentlichen wollen, öffentliche und private Sammlungen, Museen sowie andere kulturelle Institutionen und städtischen Einrichtungen und bereitet die zur Verfügung gestellten Inhalte auf. Daneben bereitet das Portal aber auch aktuelle und wichtige Gegenwartsinformationen städtischer und privater Einrichtungen vor, die besonders für Ortsfremde essentiell sind. So werden Informationen über den öffentlichen Nahverkehr (Buslinien, Bahnhöfe, Fähranleger), für individual Reisende (Parkhäuser und Parkplätze, Tankstellen und Reparatur-Werkstätten, Fahrradverleih) und auch über Hotellerie, Gastronomie und dem Einzelhandel erfasst.

Nutzer können auf dem kartenbasierten Portal Informationen über ihre Umgebung abfragen und sich über die Geschichte der Stadt und einzelner Gebäude informieren sowie ihre eigene Familiengeschichte hinterlassen. Gäste nutzen erlebnisorientierte Stadtführungen und werden auf Angebote lokaler Unternehmen aufmerksam gemacht.

Grundlage des neuen Portals sind exakte Karten Lübecks in bisher im Web nicht zugänglicher Qualität. Mehr als 6000 Fotos und Abbildungen des gegenwärtigen und historischen Lübecks sowie Informationen zu den relevanten Bauwerken und Attraktionen sind darin eingebettet.

„Mit Lübeck4Me entwickeln wir ein innovatives Portal, mit dem Stadtgeschichte neu erlebt werden kann“, sagt Prof. Dr. Joachim Litz, Vizepräsident der Fachhochschule Lübeck. „Im Frühjahr 2016 folgt die Applikation für Tablets und Smartphones, so Litz weiter. Damit können Touristen thematischen Rundgängen folgen und mittels der Augmented Reality-Technologie das historische Lübeck virtuell vor sich sehen.“

Dr. Jan Lokers, Leiter des Archivs der Hansestadt unterstützt das Projekt: „Jeder soll die Möglichkeit haben sich über die Geschichte Lübecks zu informieren. Mit Lübeck4Me kann man auf eine umfangreiche Datenbank mit historischen Fotos und Hintergrundinformationen zugreifen.“

Das Portal Lübeck4Me startet im Herbst 2015. Bis dahin ist jedermann aufgerufen, mit Ideen und Vorschlägen zum Inhalt des Portals beizutragen. Auf www.luebeck4me.de können sie mit den Projektverantwortlichen diskutieren.


>Kontakt für Anfragen zum Projekt: Projektleiter Dipl. Des. Ralf-Ingo Koch, Tel. 0451-48957060 und: koch.ralf-ingo@fh-luebeck.de


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