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Untertrave soll zur Flaniermeile werden

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Lübecker Pläne könnten mit Geldsegen aus Berlin Wirklichkeit werden

„An der Obertrave“ vis-a-vis der alten Salzspeicher ist längst zur Flaniermeile geworden. Die viel befahrene Straße „An der Untertrave“ bietet dagegen noch wenig Möglichkeit zum Spaziergang und Verweilen. Seit Jahren wird darüber nachgedacht, auch diesen Straßenzug vom Holstentor bis zur Drehbrücke am Rande der Altstadt zur Flaniermeile umzugestalten. Jetzt aber sieht die Hansestadt die Chance für eine kurzfristige Realisierung. Der Bund könnte 90 Prozent der geschätzten zehn Millionen Euro Baukosten übernehmen.

Die Einmündung zur Holstenstraße wurde bereits umgebaut, im weiteren Verlauf der Straße „An der Untertrave“ reichte es aber nur für neue Fahrbahnmarkierungen. Dort wurde ein Fahrradschutzstreifen auf den Asphalt gemalt. Dabei liegen die Pläne für eine Umgestaltung, die ähnlich wie im Bereich „An der Obertrave“ aussehen soll, seit dem Jahr 2003 in der Schublade.

Jetzt gibt es eine neue Chance: Im Rahmen der Städtebauförderung fördert der Bund mit einem neuen Programm in Höhe von 50 Millionen Euro erstmalig städtebauliche Projekte von nationaler Bedeutung. Da die Straße „An der Untertrave“ zur Altstadtinsel und damit zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, rechnet sich Lübeck gute Chancen aus, dass sich der Bund beteiligt. Bei Städten mit Haushaltsnot übernimmt der Bund 90 Prozent der Kosten. Der Umbau der „Untertrave“ zwischen Holstentor und Drehbrücke soll rund zehn bis zwölf Millionen Euro kosten. Lübeck ist also nur mit gut einer Million Euro dabei.

Der Bauausschuss machte am Montag den Weg für einen entsprechenden Antrag frei. Die Zeit drängt: Die Unterlagen müssen dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung bis zum 22. September vorliegen. Und falls es dieses Jahr nicht klappt, kann Lübeck es erneut versuchen. Auch im kommenden Jahr stellt die Bundesregierung 50 Millionen Euro für das Programm zur Verfügung.

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