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Trotz Stau: Der Versuch läuft weiter

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Situation Berliner Platz kritisch / Mit Ampelschaltung ist die Possehlbrücke während der Bauzeit in beide Richtungen befahrbar

Seit weinigen Tage ist die halbseitig abgerissene Possehlbrücke in beide Richtungen befahrbar (wir berichteten). Die Folge kilometerlange Staus. Im Rahmen eines Ortstermins haben Vertreter der Straßenverkehrsbehörde, der Verkehrsplanung und des Bereichs Stadtgrün und Verkehr der Hansestadt Lübeck, der Feuerwehr, des Stadtverkehr Lübecksowie der Polizei eine erste Bilanz zum „Verkehrsversuch Possehlbrücke“ gezogen.

Insgesamt sind sich alle Beteiligten einig, dass es durch die wechselseitige Verkehrsführung über die Possehlbrücke mittels Ampelschaltung (stadtein- und stadtauswärts) zu den befürchteten erheblichen Rückstauungen am und rund um den Berliner Platz kommt. Dies führt besonders zu Zeiten des Berufsverkehrs in den Morgen- und Abendstunden zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen: So hat der Stadtverkehr in den vergangenen Tagen auf den Routen während der Hauptverkehrszeiten Verspätungen von bis 35 Minuten gemessen. Insgesamt betrachtet hat lediglich eine Verlagerung des Staus von der Nordseite der Trave/des Kanals auf die Südseite stattgefunden. Der Gesamtstau der Baumaßnahme Possehlbrücke hat sich dadurch definitiv nicht reduziert.

Dennoch soll der Verkehrsversuch zunächst fortgesetzt werden. Eine Begründung: Erfahrungsgemäß dauere es einige Tage, bis sich Verkehrsteilnehmer an die geänderte Verkehrsführung und damit neue Situation gewöhnt hätten. Um eine endgültige Bilanz zu ziehen und damit eine fundierte Entscheidung zu treffen, werden drei Tage als zu kurz angesehen. Die weitere Entwicklung wird deshalb täglich beobachtet. Eine Beurteilung des Verkehrsversuchs soll wöchentlich erfolgen. Die jetzige Stausituation wird von allen Beteiligten als vergleichsweise kritischer angesehen, da mit dem Berliner Platz und seinen starken Zulaufstrecken deutlich mehr Straßen betroffen sind als vorher schon. Im alten Zustand waren weder in der Wallstraße, noch in der Moislinger Allee/am Mosilinger Baum, Knotenpunkte mit zusätzlichen Zuläufen betroffen (mit Ausnahme der Kreuzung Moislinger Allee/Buntekuhweg), so dass Auswirkungen auf weitere Straßenzüge sehr selten auftraten. Auf weiteren Umfahrungsstrecken (zum Beispiel Falkenstraße und Hüxtertorallee) war zwar ein hohes Verkehrsaufkommen feststellbar, aber an den Knotenpunkten war dieses immer noch abwickelbar.

Außerdem gehen die Experten davon aus, dass jahreszeitlich bedingt ein deutlich schwächeres Verkehrsaufkommen vorliegt, was die Ergebnisse des Verkehrsversuches begünstigt. Dieses schwächere Verkehrsaufkommen wirkt sich auch an anderen stauneuralgischen Punkten im Stadtgebiet positiv aus, so etwa in der Fackenburger Allee und der Baltischen Allee. Daraus ergibt sich, dass die bisherigen Staus auf den Umleitungsstrecken der Possehlbrücke verschwunden sind. „Es muss jedoch berücksichtigt werden, dass weitere Baumaßnahmen, wie zum Beispiel die auf der A20, zu zusätzlichen Belastungen führen werden. Weiterhin werden sich in den Monaten September / Oktober / November deutlich höhere Belastungen im gesamten Stadtgebiet ergeben, die sehr wahrscheinlich zu erkennbar schlechteren Verkehrssituationen führen werden, als in den bisherigen drei Tagen“, heißt es in der ersten Bilanz zum

Verkehrsversuch Possehlbrücke.

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