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Lübeck

20. August 2017 | 16:07 Uhr

Trotz Stagnation optimistisch

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Vor einem Jahr gab Lübeck den Flughafen aus der Hand / Airportchef mahnt angesichts Stillstands zur Geduld

Ein Jahr nach der Privatisierung des Lübecker Flughafens Blankensee ist dort von einem Höhenflug nichts zu spüren. Gerade mal fünf Ziele werden momentan von Lübeck aus angeflogen, wie viele es im Sommer sein werden, steht noch nicht fest. Dennoch ist der Geschäftsführer des Flughafens, Siegmar Weegen, optimistisch. „2014 wird es für den Flughafen vermutlich kein Wachstum geben. Aber wir planen langfristig und können das verschmerzen“, sagt Weegen. Er hatte am 1. Oktober 2013 die Geschäftsführung des Flughafens von Jürgen Friedel übernommen. Zuvor hatte Weegen den Investor Mohamad Rady Amar beraten, der den Flughafen Anfang des Jahres von der Hansestadt Lübeck übernommen hatte.

Weegen mahnt zur Geduld. „2013 war das Jahr des Wandels mit Veränderungen beim Personal, bei der Organisation und der Kostenstruktur. 2014 bis 2016 werden die Jahre der Geschäftsfeld-Entwicklungen“, sagte er. Dazu gehöre neben der Akquise neuer Linien und Strecken auch die Einrichtung eines kleinen Zentrums für Privat- und Geschäftsflieger. Auch der Bereich Luftfracht und Logistik solle entwickelt werden.

Bei den Billigfliegern beschränkt sich das Angebot bislang auf zwei Gesellschaften: die ungarische Wizz Air, die von Lübeck aus nach Danzig und in die ukrainische Hauptstadt Kiew fliegt, und den irischen Billigflieger Ryanair. Der hat vor kurzem angekündigt, die Verbindung von Lübeck nach Skavsta bei Stockholm trotz guter Auslastung mit Beginn des Sommerflugplanes einzustellen. Innerdeutsche oder internationale Linienflüge gibt es bislang nicht. Noch immer ungelöst ist auch die Frage des Ausbaus des Flughafens. Beim schleswig-holsteinischen Oberverwaltungsgericht sind vier Klagen gegen den 2009 erlassenen Planfeststellungsbeschluss anhängig. Die Entscheidung ist wegen personeller Engpässe beim Gericht schon mehrfach verschoben worden. Der rechtskräftige Beschluss ist Voraussetzung unter anderem für die Verlängerung der Start- und Landebahn sowie den Bau eines neuen Abfertigungsgebäudes. „Derzeit macht der Flughafen Verluste, kostendeckend werden wir wohl erst in fünf Jahren arbeiten. Deshalb müssen wir strenge Kostendisziplin üben und neue Kunden gewinnen“, sagte Weegen. Doch die Sorge, dass der Investor deswegen abspringen könnte, sei unbegründet.

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erstellt am 14.Jan.2014 | 13:21 Uhr

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