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Nach Ankündigung aus Schweden : Transit-Flüchtlinge: Lübeck bereitet Notunterkünfte vor

vom

In der Hansestadt werden vier Turnhallen hergerichtet, um bis zu 1000 Flüchtlinge unterbringen zu können.

shz.de von
erstellt am 06.Nov.2015 | 13:58 Uhr

Lübeck | Die Hansestadt Lübeck bereitet Notunterkünfte für sogenannte Transitflüchtlinge vor. Feuerwehr und Hilfsorganisationen hätten begonnen, vier Turnhallen für die Unterbringung von bis zu 1000 Flüchtlingen herzurichten, teilte die Hansestadt am Freitag mit.

In Absprache mit der Polizei sowie den Landes- und Bundesbehörden sollen die Flüchtlinge in den Notunterkünften nicht registriert werden.

Hintergrund ist nach Angaben eines Stadtsprechers die Ankündigung des schwedischen Migrationsministers Morgan Johansson vom Donnerstag, dass sich Flüchtlinge in Schweden künftig selbst Unterkünfte suchen müssten.

Schweden verlangt unterdessen, dass andere EU-Länder Flüchtlinge von dort aufnehmen. Nachdem bereits Griechenland und Italien durch die europaweite Verteilung entlastet werden, hat nun auch Schweden in Brüssel einen entsprechenden Antrag gestellt. Das bestätigte die EU-Kommission am Freitag in Brüssel. Ende September hatten sich die EU-Länder auf die europaweite Verteilung von insgesamt 160.000 Migranten geeinigt. Dabei geht es vor allem um Flüchtlinge, die in Griechenland und Italien angekommen sind. Es ist aber noch ein Kontingent von 54.000 Personen frei, darum bemüht sich nun Schweden.

Nach Angaben der Lübecker Flüchtlingsforums sind seit Anfang September mehr als 10.000 Menschen von Lübeck-Travemünde aus mit Schiffen nach Schweden weitergereist.

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