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Tourismusabgabe in Lübeck ab August

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Verwaltung bereitet die Einführung vor / Abgabe wird in Zonen erhoben

Die Verwaltung der Hansestadt hat mitgeteilt, dass die Einführung der lange umstrittenen Tourismusabgabe im Zeitplan liege. Diese könne im August starten. Auch Betriebe, die nur mittelbar vom Tourismus profitieren, sollen in Zukunft zahlen. In Travemünde und der Innenstadt wird sie höher als in den Randbereichen.

Die Stadtverwaltung hat ausgerechnet, dass sie rund 5,3 Millionen Euro für die Förderung von touristischen Projekten zahlt. Nach der Gesetzeslage kann sie 70 Prozent davon auf Betriebe umlegen, die vom Tourismus profitieren. Und das sind nach Auffassung der Stadt viele: Fleischereien, Bäckereien, Drucker und Handwerker, die am Bau oder der Sanierung von Ferienwohnungen beteiligt sind.

Die Verwaltung hat rund 19  000 Betriebe und Selbstständige in Lübeck angeschrieben, um zu prüfen, wie hoch deren Umsätze sind und welcher Anteil davon auf den Tourismus entfällt. Entsprechend wird die Umlage der 3,5 Millionen Euro berechnet.

Betroffen sind von der neuen Abgabe nicht nur Betriebe in den touristischen Zentren, wie der Innenstadt und Travemünde. Die Stadt sieht auch in anderen Bereichen ausreichend touristische Angebote, zum Beispiel das Lauerholz, den Wanderweg am Elbe-Lübeck-Kanal, das Fischerdorf Gothmund und die Geschichtswerkstatt Herrenwyk. „Des Weiteren sind auch in den ländlichen Bereichen und in den überwiegend industriell geprägten Gewerbegebieten Betriebe und Unternehmen ansässig, die – wenn auch überwiegend mittelbar vom Tourismus in der Hansestadt Lübeck profitieren“, so die Vorlage von Bürgermeister Bernd Saxe (SPD). Deshalb wird die Abgabe in Zonen erhoben. Das heißt: Betriebe in der Innenstadt zahlen mehr, die Unternehmen in dörflichen Bereichen weniger.

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