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Tourismus: Lübeck hält nicht Schritt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Im Vergleich mit anderen Städten im Norden schneidet die Hansestadt schlechter ab

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2014 | 14:11 Uhr

„Lübeck tut sich schwer“ schreibt die „Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung“ in ihrer aktuellen Ausgabe. Gemeint ist die Entwicklung des Tourismus. Dieser Bereich wächst in Lübeck zwar, aber nicht so stark wie in den anderen Städten.

Dabei hat Lübeck ein ehrgeiziges Ziel: Bis zum Jahr 2020 soll es zwei Millionen Übernachtungen pro Jahr geben. Im Jahr 2013 waren es inklusive Travemünde 1 449 414. „Wir müssen jährlich zwei Millionen Übernachtungen generieren, wenn wir auch künftig in der ersten Tourismus-Liga mitspielen wollen“, sagte Lübecks Wirtschaftssenator Sven Schindler bei der Vorstellung der Zahlen für 2013.

Auf das Wachstum von – laut Statistikamt Nord – 3,5 Prozent im vergangenen Jahr ist man in Lübeck zwar stolz, aber der starke Anstieg ist vor allem neuen Angeboten in Travemünde geschuldet. Dort stieg die Zahl der Übernachtungen um 8,7 Prozent. Im Lübecker Stadtgebiet stieg die Zahl nur um 0,6 Prozent. Zum Vergleich: Flensburg erreichte im vergangenen Jahr 10,1 Prozent Wachstum, in Kiel waren es 4,7 Prozent. Die vierte Stadt in Schleswig-Holstein, Neumünster, meldete satte 22,5 Prozent, in Hamburg sind es 4,1 Prozent. Noch schlechter sieht es bei Touristenzahlen aus: Lübeck (ohne Travemünde) verzeichnete einen Anstieg bei den Ankünften von nur 0,1 Prozent.

Die „Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung“ warnt in ihrer Ausgabe von diesem Wochenende, dass der Lübecker Markt kein Selbstläufer sei. Der Erlös der Hotels pro Zimmer sei um 1,2 Prozent gesunken. Die Fachzeitung vermutet sogar, dass der geplante Hotelneubau neben dem Rathaus platzen könnte. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer freut sich indes über ein landesweites Wachstum der Übernachtungen um 3,9 Prozent. Neben der Förderung der touristischen Infrastruktur werde die Landesregierung auch die Neuansiedlung und Modernisierung von Hotels weiter unterstützen. Meyer: „Daneben sollen die Chancen im Städtetourismus und bei den ausländischen Gästen durch zielgerichtetes Marketing besser genutzt werden.“

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