Tierisches Leben hinter dem langen Zaun

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08. Januar 2015, 16:00 Uhr

Seit Jahren mahnte ein Schild an der Wesloer Landstraße die Autofahrer: „Wir leben hier!“ Unbekannte haben es ergänzt um ein Wort: eingezäunt. Grund: Mit Fertigstellung der Ortsumgehung Schlutup (wir berichteten) wurde an der Wesloer Landstraße ein Wildschutzzaun zum Lauerholz gesetzt, was zu Kritik führte. Der Landesbetrieb Verkehr begründete diesen Zaunbau damit, dass schon viele Tiere überfahren worden seien. In den unmittelbar angrenzenden Feuchtgebieten lebten zahlreiche Fischotter. Ergänzend zum langen neuen Zaun gibt es ein Amphibienleitsystem. Noch leitet es allerdings die Tiere nicht über Wesloer Landstraße (Foto). Ein Amphibientunnel wird in diesem Jahr gebaut. Dafür muss die Wesloer Landstraße voll gesperrt werden. Weiteres Ärgernis: Das Lauerholz lädt Jung und Alt zum Spazieren ein, und daher gibt es im zaun selbst schließende Tore. Sie haben nur einen Nachteil. Immer wieder werden die Tore mutwillig beschädigt und Tiere können entweichen.

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