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Lübeck

20. September 2017 | 04:18 Uhr

Studie zum Essverhalten der Lübecker

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Fragebogenaktion untersucht die Hansestädter

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2014 | 09:54 Uhr

Es geht um den „lustbetonten Ansatz der Nahrungsaufnahme“ – ein Forscher-Team der Universität Lübeck möchte herausfinden, welche Mechanismen das Ganze beeinflussen. Denn das Überangebot an energiereichem und besonders schmackhaftem Nahrungsmitteln lässt Menschen schnell mehr essen, als es dem tatsächlichen Energiebedarf entspricht, so Prof. Hendrik Lehnert. „Das gilt als eine der Hauptursachen für den dramatischen Anstieg von Übergewicht und Adipositas weltweit“, sagt der Lübecker Forscher.

Unter diesen Bedingungen werde die Nahrungszufuhr nicht nur vom Energiebedarf des Körpers abhängig gemacht, sondern auch durch belohnungs-assoziierte (hedonische) Prozesse sowie die Ausbildung von Gewohnheiten.

Die Forscher vermuten, dass die Steuerung über unterschiedliche, aber anatomisch überlappende und eng miteinander verknüpfte Hirnnetzwerke abläuft. Interne Faktoren wie Hormone und externe Faktoren wie schmackhafte, duftende Speisen wirken auf diese neuronalen Schaltkreise in Abhängigkeit vom individuellen Zustand eines Menschen (hungrig oder satt sowie schlank oder dick). Auch die genetische Ausstattung und Veränderungen im Lebensstil könnten Einfluss haben.

Um diese Zusammenhänge zu entschlüsseln, hat die Forschergruppe Fragebögen erstellt, die in den nächsten Monaten an zufällig ausgewählte Lübecker versendet werden. Die Teilnahme ist freiwillig. Aufgrund der Fragebogenergebnisse soll später ein Teil der Befragten eingeladen werden, an weiterführenden Untersuchungen (wie einem Essenstest, Untersuchung von Stoffwechsel und genetischen Markern) an der Universität teilzunehmen. Die Studie ist ein zentrales Projekt des neuen Sonderforschungsbereichs, an dem neben der federführenden Lübecker Uni die Uni Köln und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf beteiligt sind.

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