Stromausfall nach Trafo-Brand

Feuer im Trafohaus an der Fackenburger Allee mit 10.000 Liter Öl brannten hatte starke Rauchentwicklung zur Folge.
Feuer im Trafohaus an der Fackenburger Allee mit 10.000 Liter Öl brannten hatte starke Rauchentwicklung zur Folge.

Trafohäuschen an der Fackenburger Allee in Flammen / Wache der Lübecker Berufsfeuerwehr mit Notstrom versorgt

shz.de von
01. Juli 2019, 15:23 Uhr

Eine große schwarze Rauchwolke breitete sich in Richtung Innenstadt und St. Gertrud aus. Gegen 3.20 Uhr am Montag war ein Trafo im Umspannwerk St. Lorenz Nord in der Fackenburger Allee in Brand geraten. Für die Feuerwehr begann ein Großeinsatz.

Ein großes Problem stellte die starke Rauchentwicklung dar. „Auf Grund der zahlreichen Anrufe in der Einsatzleitstelle und der massiven Rauch- und Hitzeentwicklung aus dem, mit 10.000 Liter Öl befüllten Trafo, war die Feuerwehr mit mehr als 50 Einsatzkräften vor Ort, um die angrenzenden Gebäudeteile zu schützen und das Feuer zu bekämpfen“, so Lars Walther, Sprecher der Feuerwehr Lübeck. Die Netz Lübeck GmbH schaltete den direkt benachbarten und nicht betroffenen Trafo sicherheitshalber ab, damit dieser nicht durch das Brandgeschehen in Mitleidenschaft gezogen wird. „Durch die Abschaltung kam es um 4.22 Uhr zu einem einstündigen Stromausfall in den Versorgungsgebieten St. Lorenz Nord und Dornbreite“, so Lars Hertrampf, Sprecher der Netz Lübeck GmbH.

Als Folge des Stromausfalls wurde eine Person, die über ein Heimbeatmungsgerät verfügt, vorsorglich vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert, um dort die fortlaufende Versorgung sicherzustellen. „Da zunächst nicht bekannt war, wie lange der Stromausfall anhalten wird, berief die Feuerwehr den Führungsstab ein, um sich auf einen eventuell länger andauernden Stromausfall vorzubereiten. Dies war glücklicherweise nicht der Fall, sodass um 6 Uhr der Normalbetrieb wieder hergestellt war“, so Lars Walther. Der Stromausfall in St. Lorenz Nord und Dornbreite dauerte noch rund 30 Minuten länger an. Betroffen war auch die Feuerwehrwache 1 der Berufsfeuerwehr, die mit Notstrom versorgt wurde.

Im Löscheinsatz waren die Wachen 1 und 2 der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwilligen Feuerwehren Vorwerk und Innenstadt mit rund 50 Leuten. „Für einen Trafo-Brand war das Feuer schnell gelöscht“, sagt Lars Walther, Sprecher der Feuerwehr Lübeck.

Nach Abschluss der Löscharbeiten konnte die Stromversorgung über einen zweiten Trafo im Gebäude wieder hergestellt werden. Grund für das Feuer war offenbar ein Gasüberdruck im Trafo. „Das ist ein sehr seltenes technisches Problem“, sagt Lars Hertrampf, Sprecher der Netz Lübeck GmbH.

Das Feuer im Trafo-Haus hatte auch unmittelbare Auswirkungen auf die gesamte Stadtverwaltung: Aufgrund des rund zweistündigen Stromausfalls mussten am morgen alle Server und Datenbanken der Stadtverwaltung neu gestartet werden. Gegen 10.30 Uhr waren die Systeme hochgefahren. Termine und Servicezeiten konnten ab dann wahrgenommen werden.





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