Streit um verwilderte Grünfläche

Auch nach über einem Jahr Diskussion gibt es keine Lösung für das ehemalige Kleingartengelände am Strukbach.
Auch nach über einem Jahr Diskussion gibt es keine Lösung für das ehemalige Kleingartengelände am Strukbach.

Lübeck: Kleingarten „Am Spargelhof“ verwaist

shz.de von
08. Februar 2019, 14:40 Uhr

Vor über einem Jahr wollte ein Autohaus das bereits verwilderte Kleingartengelände „Am Spargelhof“ direkt an der Autobahnausfahrt Lübeck-Zentrum kaufen. Anwohner hingegen wollten, dass eine Grünfläche geschaffen wird. Das Ergebnis nach einem Jahr mit vielen Gesprächen: Es gibt keine Einigung um das Areal in Autobahnnähe.

Die Lübecker Stadtverwaltung hat jetzt zu diesem Thema einen ausführlichen Bericht vorgelegt. Darin kommt hzum Ausdruck, dass sich offenbar nicht viel bewegt hat. Die Anwohner hatten zwar ei ein Grünflächenkonzept, aber eine finanziellen Mittel es zu realisieren. Die Stadtverwaltung bestand auch auf einem Pachtzins iin Höhe von 45 000 Euro pro Jahr, falls nicht ein gemeinnütziger Verein das Gelände übernimmt.

Die Stadt hatte dann auch einen Vorschlag präsentiert: Von der 10 300 Quadratmeter großen Fläche könnten etwa 7700 Quadratmeter für die gewünschte Erweiterung des Autohauses genutzt werden, und der Rest könnte mit städtischen Mitteln zu einer Grünanlage ausgebaut werden. Für rund 200 000 Euro aus dem Verkaufserlös wäre es möglich, 100 Laubbäume im Stadtteil zu pflanzen, kleinere Grünanlagen zu schaffen und leerstehende Gärten „Am Strukbach“ zu einer Obstwiese zusammenzufassen. Diese Idee wurde jedoch von der Initiative für die Grünanlage „Am Spargelhof“ abgelehnt. Das Autohaus hat in der Zwischenzeit ein Grundstück mit Hallen in der Nähe gekauft.

Ein neue Vorschlag liegt auf dem Tisch: Das besagte Grundstück soll zu einer Grünfläche werden, wenn rund 3700 Quadratmeter am Strukbach genutzt werden. Das neue Areal würde näher an den Wohngebieten liegen, argumentiert die Stadt. „Der Vorschlag wurde von den Anliegern mit Skepsis aufgenommen, so die Stadtverwaltung. Ein Ergebnis gibt es nicht. Die Stadtverwaltung schließt jedenfalls aus, das ehemalige Kleingartengelände „Am Strukbach“ zu einer Grünanlage auszubauen. Dafür sei kein Geld vorhanden, und dass Grundstück an der Zufahrt zur A1 sei dazu nicht geeignet.




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