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Lübeck-Kücknitz : Streit um einen Parkplatz eskaliert

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Ein frei gewordener Parkplatz erhitzte gestern die Gemüter zweier Parteien in Lübeck-Kücknitz. Zunächst musste der Streit durch andere geschlichtet werden. Später wurde auch noch die Polizei gerufen.

shz.de von
erstellt am 23.Apr.2014 | 14:17 Uhr

Lübeck | Auf dem Parkplatz eines Shoppingcenters in der Dänischburger Landstraße in Lübeck ist am Dienstag ein Streit um eine Parklücke eskaliert. Vor dem Einkaufscenter gestaltete sich die Parkplatzsuche auf dem vollen Parkplatz schwierig. Ein Hyundaifahrer hatte gegen 17.15 Uhr ein Auto ausgemacht, das gerade aus einer Parklücke fuhr. Er setzte er den Blinker und zeigte an, dass er den frei werdenden Parkplatz für sich beanspruchen wollte. Kaum war das besagte Auto aus der Lücke gefahren, schnappte sich aber ein anderer Fahrer mit seinem Pkw die Lücke.

Der Hyundaifahrer hatte den Wagen vorher auf der gegenüberliegenden Fahrspur an der Parkbucht gesehen, dieser hatte aber keinen Blinker gesetzt. Somit war klar, wer Anrecht auf diesen Parkraum hatte. So sah es auch die Ehefrau, die mit im Hyundai saß. Die 34-Jährige stieg sofort aus, rannte zu dem „Parkplatzdieb“, riss eine Tür auf und schimpfte auf die Insassen ein. Gegenseitige Beleidigungen folgten. Ihr 37-jähriger Mann wartete derweil mit dem gemeinsamen Kind im Auto.

Während der 74-jährige Fahrer des anderen Wagens der wütenden Frau zuhörte, stieg sein Sohn aus. Der 31-Jährige war auch verärgert und packte die Frau am Revers ihrer Jacke und schubste sie wohl. Jetzt stiegen auch alle anderen Insassen aus dem Auto. Die Mutter des 31-Jährigen stellte sich zwischen ihren Sohn und die fremde Frau. Diese war nun so verärgert, dass sie die 63-jährige Frau an der Jacke packte, sie schüttelte und schubste.

Die Auseinandersetzung schaukelte sich hoch. Als der 37-jährige Hyundaifahrer sein Auto umparken wollte, da er noch immer die Fahrbahn versperrte, eskalierte der Streit. Beim Anfahren kam der 31-jährige Beifahrer aus dem anderen Fahrzeug und stützte sich auf der Motorhaube des Hyundais ab. Danach sei er ein wenig zurückgetreten, habe dann aber plötzlich sein Bein gehoben und gegen die Motorhaube getreten. Dadurch wurde diese leicht eingedellt. Aus der Sicht des 31-Jährigen sei jedoch der Fahrer des Hyundai auf ihn zugefahren.

Wie genau alles abgelaufen ist, gilt es nun in den polizeilichen Ermittlungen zu klären. Gefährdung des Straßenverkehrs, versuchte gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Körperverletzung und Sachbeschädigung sind die jeweiligen Tatbestände, die gegen beide Parteien vorliegen.

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