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Lübeck

17. Oktober 2017 | 06:49 Uhr

Streit endet mit Messerstichen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Lübeck: Anschließende Hausdurchsuchung mit Fund einer Waffe, möglichem Diebesgut, Drogen und Bargeld

Zwei Messerstechereien hielten am Wochenende die Polizei in Atem: In einer Gaststätte in der Innenstadt kam es am Sonnabend zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Gegen 2 Uhr kam es in der Beckergrube zunächst zu verbalen Streitigkeiten zwischen zwei Lübeckern. Im weiteren Verlauf stach ein 38-Jähriger mit einem sogenannten Einhandmesser auf einen 28-jährigen Lübecker ein. Dieser erlitt eine Bauchverletzung. Der 28-Jährige wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. „Zum jetzigen Zeitpunkt besteht keine Lebensgefahr“, sagt Stefan Muhtz, Sprecher der Polizeidirektion Lübeck. Der 38-jährige Täter stand offenbar unter Alkoholeinfluss. Eine Blutprobenentnahme wurde angeordnet. Das Tatwerkzeug, ein Messer mit einer Klingenlänge von über sechs Zentimetern konnte bei der Durchsuchung in der Gaststätte in einem Handtuchspender versteckt in der Toilette aufgefunden und sichergestellt werden. Der 38-Jährige wurde nach den polizeilichen Maßnahmen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Lübeck zunächst entlassen. Acht Funkstreifen waren bei diesem Einsatz in der Beckergrube beteiligt.

Ebenfalls am Sonnabend wurde ein Lübecker von zwei Männern in einer Gaststätte im Stadtteil Moisling mit einem Messer sowie Schlägen verletzt. Gegen 16.20 Uhr hielt sich ein 31-jähriger Lübecker in einer Gaststätte in der Ilsebillweg auf, als zwei ihm bekannte Männer die Lokalität betraten. Nach Angaben von Polizeisprecher Stefan Muhtz ging ein 43-Jähriger gleich aggressiv auf ihn zu und zog unvermittelt ein Messer und stach dreimal in die Richtung des 31-Jährigen. „Dieser wurde an der Stirn verletzt und die Oberbekleidung wurde durch die Messerklinge ebenfalls beschädigt. Der zweite Täter, ein 35-jähriger Lübecker, schlug auf das Opfer mehrfach ein. Dieser wehrte sich massiv. Anschließend entfernten sich beide Täter hatten aber offenbar auch Verletzungen davon getragen“, so Polizeisprecher Muhtz.

Das Opfer wurde erstversorgt und zur weiteren Behandlung in ein Lübecker Krankenhaus gebracht. „Lebensgefahr bestand nicht. Der Mann gab an, dass er als Ursache für diese Auseinandersetzung eine vorhergehende Meinungsverschiedenheiten in privatem Umfeld vermute“, so Muhtz.

Bei dem Tatverdächtigen (43) lagen Hinweise vor, dass er im Besitz einer scharfen Schusswaffe sei. So wurde von der Lübecker Staatsanwaltschaft beim Richter ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt. Zeitgleich hielt sich der 43-jährige Tatverdächtige in einem Lübecker Krankenhaus auf. Hier konnte er durch Polizeibeamte vorläufig festgenommen werden.

Die anschließende Wohnungsdurchsuchung war erfolgreich: So beschlagnahmten die Beamten neben einer Schreckschusswaffe diverse PC-Geräte und Kosmetika beschlagnahmen. Es wird angenommen, dass es sich hierbei um Diebesgut handelt. „Weiter fanden die Beamten Bargeld im unteren fünfstelligen Bereich, illegale Böller und diverse Drogen und entsprechende Utensilien. Die aufgefunden Gegenstände wurden beschlagnahmt und werden in weiteren, sich nun anschließenden Ermittlungsverfahren ausgewertet“, so Polizeisprecher Stefan Muhtz: „ Die Tatverdächtigen konnten ermittelt werden und sind nach den polizeilichen Maßnahmen zunächst entlassen worden. Bei dem Einsatz und den umfangreichen Folgemaßnahmen waren zusammenfassend zehn Streifenwagenbesatzungen eingebunden.“




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