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Lübeck

19. Oktober 2017 | 14:54 Uhr

Stauproblem an der Untertrave

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Verkehrsader am Rande der Lübecker Altstadt soll verändert werden, doch nicht allen gefällt das

Im Herbst soll der Umbau der Verkehrsader „An der Untertrave“ beginnen. Doch es gibt Bedenken: Bereits jetzt staut sich nämlich der Verkehr nachmittags von der Beckergrube bis hin zur Engelsgrube.

Bislang wurden nur die Markierungen auf der Fahrbahn geändert. Eine Fahrspur wurde als Fahrradschutzstreifen markiert. Erst wenige Meter vor den Ampeln gibt es wieder zwei Fahrspuren. Zusammen mit der neuen Ampelschaltung am Platz vor der Drehbrücke kommt es regelmäßig zu längeren Staus. Mit dem geplanten Umbau der Straße wird es noch enger. Die bisher besonders breiten Fahrstreifen, die auch eine Vorbeifahrt an einem haltenden Auto möglich machen, weichen Spuren mit der geringsten möglichen Breite, das sind 3,50 Meter. „Schon die beiden Bushaltestellen werden dann zu Staus führen“, warnte Lübecks Bausenator Franz-Peter Boden (SPD) im Bauausschuss der Lübecker Bürgerschaft. Dazu kommen noch die haltenden Paket- und Lieferdienste.

Auch aus Richtung Drehbrücke wird es eng: Der Rechtsabbieger entfällt in Zukunft. Die dann nach rechts abbiegenden Fahrzeuge müssen auf die Fußgänger Rücksicht nehmen und werden zu entsprechenden Rückstaus führen.

Die Freien Wähler haben jetzt im Bauausschuss einen Antrag eingebracht, die Verkehrsbelastungen abzuschätzen. Untersucht werden soll, welche Maßnahmen zur Vermeidung von Staus möglich sind, die zu einer erhöhten Abgasbelastung führen.

Im Zuge der Umgestaltung „An der Untertrave“ sollen 48 Winterlinden gefällt und durch 60 Schnurbäume ersetzt werden. Dem Beschluss zur Fällung der 50-jährigen Linden liegt ein Gutachten zugrunde, nachdem das Wachstum der Linden stagniert und die maximale Lebensdauer deshalb nur noch zehn Jahre betrage. Die Entscheidung, stattdessen mehrere Schnurbäume zu pflanzen, sei „nicht zuletzt der pflegeleichten Natur dieser Baumart zu verdanken“, heißt es zur Begründung. Überzeugende ästhetische Eigenschaften sowie geringe Pflegekosten machten den Schnurbaum zu einer standortgerecht und -verträglichen Stadtbaumart.

Durch die relativ späte, sehr üppige Blüte des Schnurbaums im August handelt es sich bei dem Schnurbaum (auch bekannt als Japanischer Perlschnurbaum oder Pagodenbaum) um eine Bienenweide. Sie erzeugt besonders reichhaltig Nektar und wird deswegen häufig von Honigbienen besucht.

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