Stadtwerke investieren 150 Millionen Euro

Stadtwerke-Geschäftsführer Stefan Fritz.
Stadtwerke-Geschäftsführer Stefan Fritz.

von
25. Juni 2014, 17:20 Uhr

Bundesweit klagen kommunale Energieversorger über sinkende Erlöse und zum Teil sogar Verluste. Die Stadtwerke Lübeck haben umgesteuert und im vergangenen Jahr einen Überschuss in Höhe von 24,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Damit das so bleibt, wird weiter kräftig investiert.

Dr. Valerie Wilms, Vorsitzende des Aufsichtsrates, und Geschäftsführer Stefan Fritz legten den Geschäftsbericht vor: Der Überschuss vor Steuern und Gewinnausschüttung liegt bei 24,5 Millionen Euro. Geplant waren 20 Millionen Euro. Davon wird mit drei Millionen Euro das Eigenkapital gestärkt. 75 Prozent des Gewinns gehen an den Hauptanteilseigner. Das ist die Hansestadt. Dazu kommen noch 13,5 Millionen Euro als Konzessionsabgabe und 2,3 Millionen Euro an Gewerbesteuer.

Geschäftsführer Stefan Fritz betont dabei die Rolle des Unternehmens für den Wirtschaftsraum Lübeck. Rund 34,8 Millionen Euro an Personalkosten gehen an die über 500 Mitarbeiter. 14,4 Millionen Euro wurden als Aufträge an die Region vergeben. Hintergrund der erfolgreiche Bilanz: Die Stadtwerke haben auf die Veränderungen mit Markt reagiert. So sei der Gewinn im Privatkundengespräch sehr gering. Die Stadtwerke habe deshalb auf die Erzeugung und die Beratung rund um die Energie gesetzt. Entsprechend werden in den kommenden Jahren 22,2 Millionen in den Ausbau der Fernwärme und 18,8 Millionen in erneuerbare Energien investiert. „Ein Windrad macht noch keine Energiewende“, sagt Geschäftsführer Fritz. Deshalb setzt man auf die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme. Damit wird effizient Strom produziert, wenn der Wind nicht weht und sie Sonne nicht scheint. Mit weiteren 67,4 Millionen Euro sollen in Lübeck die Netze erweitert und modernisiert werden.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen