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Stadtverkehr Lübeck reagiert auf Gästeproteste

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Zahlreiche Wünsche der regelmäßigen Fahrgäste werden in den aktuellen Fahrplan eingearbeitet

Viele Fahrgäste, die die Busse des Stadtverkehr Lübeck (SL) nutzen, haben sich in den vergangenen Monaten über den Fahrplan geärgert, weil er Bedürfnisse seiner Kunden nicht ausreichend berücksichtigt. Die Kritik ist offenbar nicht spurlos an den Verantwortlichen des Stadtverkehr Lübeck vorbeigegangen. Die Protestbriefe sind nicht im Papierkorb gelandet. Im Gegenteil: Die zahlreichen Vorschläge und Anregungen wurden geprüft und werden jetzt umgesetzt.

Im Jahr 2011 gab es die umstrittene sogenannte Liniennetzoptimierung, die das Ziel hatte, Sparvorgaben der Kommunalpolitik in Fahrpläne umzusetzen. Seitdem macht der Stadtverkehr Lübeck zwar 2,5 Millionen Euro weniger Verlust im Jahr, aber viele Fahrgäste waren von Einschränkungen betroffen.

Mehr Geld für die Busse wird es zwar auch in Zukunft nicht geben, der Stadtverkehr bessert aber in vielen Bereichen nach. So werden im Frühverkehr gleich nach Betriebsbeginn die Abfahrtzeiten am ZOB zusammengelegt, damit die Fahrgäste ohne Wartezeit umsteigen können. Im Abendverkehr ab 21 Uhr werden die Abfahrtszeiten so verlegt, dass den Kunden zwei Minuten bleiben, um den Bus zu wechseln. Am Tag werden die Takte auf Hauptstrecken verbessert, um Fahrten von mehreren Bussen hintereinander zu vermeiden.

Es gab Hinweise von Fahrgästen, dass die Linie 5 sonnabends sehr voll ist. Teilweise konnten Kinderwagen nicht mehr mitgenommen werden. Das soll sich ändern: Zwischen 10.30 Uhr und 18 Uhr wird es einen 15-Minuten-Takt geben. Bisher fuhren die Busse nur jede halbe Stunde.

Einige weitere Vorschläge, die umgesetzt werden: Die Linie 32 hält in Zukunft auch an den Sana Kliniken in der Kronsforder Allee, und die Linie 10 hält (nach 8 Uhr) auch bei Ikea in Dänischburg. Von Buskunden waren bei einer Umfrage auch Sparmöglichkeiten angeregt worden, die ebenfalls jetzt umgesetzt werden sollen: So wird die
Linie 32 zwischen ZOB und Stephensonstraße sonnabends nicht mehr fahren. Es waren maximal nur 19 Fahrgäste am Tag gezählt worden.

Geklärt ist in der Zwischenzeit auch, wie das neue Europäische Hansemuseum an der Untertrave / Kanalstraße an das Busnetz angebunden werden kann. Ab der Eröffnung des neuen Museums im kommenden Jahr wird die Linie 3 vom Burgfeld über die Untertrave fahren und nicht mehr durch die Innenstadt.

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