Stadt schafft Baurecht für rund 4500 Wohneinheiten bis 2022

Aktuell 17 Bebauungspläne in Bearbeitung – Prioritätenliste im Bauausschuss präsentiert

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04. September 2018, 14:58 Uhr

Der Bereich Stadtplanung hat eine Übersicht zum Stand der Bebauungspläne vorgelegt. Demnach schafft die Stadt bis 2022 Baurecht für rund 4500 Wohneinheiten. Damit wird das 2015 gesetzte Ziel, 4000 neue Wohneinheiten zu schaffen, übertroffen.

Diese Anzahl entspricht dem Wohnungsmarktbericht von 2015, welcher einen Bedarf von 3900 Wohneinheiten in den Segmenten geförderte Wohnungen, Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser ermittelt hat. Im Mittel sind so jährlich circa 650 neue Wohneinheiten zu errichten.
Einschließlich des Gebiets Rothebek hat die Hansestadt Lübeck seit 2015 neues Baurecht für zirka 1540 Wohneinheiten geschaffen, davon etwa 1300 Wohnungen im Geschosswohnungsbau und circa 240 Einfamilienhäuser in Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern. Da die Verfahren zum Teil vor dem Beschluss „30 Prozent geförderter Wohnungsbau“ eingeleitet worden sind, beträgt der Anteil geförderter Wohnungen mit 137 von 1300 Geschosswohnungen in diesem Zeitraum nur circa zehn Prozent.

Aktuell sind zwölf Bebauungspläne für Wohnbauflächen in Bearbeitung. Fünf weitere Bebauungspläne sind für gewerbliche und Sonderbauflächen in Arbeit. Insgesamt beabsichtigt die Stadt Lübdeck mit diesen laufenden Verfahren bis 2022 Baurecht für weitere rund 3000 neue Wohneinheiten zu schaffen. 800 Wohneinheiten sind für Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser vorgesehen. Hierbei überwiegt der Anteil an flächensparenden Reihenhäusern. Insgesamt circa 2240 Wohneinheiten sollen im Geschosswohnungsbau entstehen, davon etwa 650 geförderte Wohnungen. Damit wird dem Ziel der Stadt, den Bau von gefördertem, bezahlbarem Wohnraum zu steigern, entsprochen.

Die Bürgerschaft hatte im Januar 2016 beschlossen, dass eine 30 Prozent-Quote bei Ersatz-/Neubauvorhaben einzuhalten ist. Im März 2018 wurde konkretisiert, dass 30 Prozent der Wohnfläche (hilfsweise der Geschossfläche) des zulässigen Geschosswohnungsbaus im geförderten Wohnungsbau sicherzustellen sind. Mit der nun vorliegenden Übersicht von derzeit in der Bearbeitung befindlichen Bebauungsplänen wird deutlich, dass bis 2022 Baurecht für das angestrebte Ziel erreicht wird.

Neben dem laufenden, da planungsrechtlich bereits möglichen Neubau von Wohngebäuden in Baulücken, muss für viele Bereiche zunächst Bau- und Planungsrecht durch neue Bebauungspläne geschaffen werden.

Bei dem weit überwiegenden Teil der Planungsprojekte handelt es sich um Innenbereichsflächen, die vorher mit anderen, nun nicht mehr benötigten Nutzungen und Gebäuden belegt waren. Beispiele hierfür sind die Bebauungsplangebiete Falkendamm, das Gründungsviertel, der Fischereihafen/Baggersand und das Kepler Quartier. Bei den zwei Gebieten Hagenskoppel und Medenbreite handelt es sich um Außenbereichsflächen in Stadtrand-Lage für den Einfamilienhausbau.

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