Prozess in Lübeck : Staatsanwaltschaft fordert vier Jahre Haft für versuchten Mord

Eine Frau soll ihrem Ehemann giftige Pflanzensamen ins Essen gemischt haben.

shz.de von
21. Februar 2018, 14:06 Uhr

Lübeck | Im Prozess gegen eine Frau, die ihrem Ehemann giftige Pflanzensamen ins Essen gemischt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft vier Jahre wegen versuchten Mordes gefordert. Die Beweisaufnahme habe die Aussagen der Angeklagten, sie habe ihren Mann nicht töten wollen, als Schutzbehauptung entlarvt, sagte Staatsanwältin Ann-Sophie Portius am Mittwoch.

Die 50 Jahre alte Angeklagte hatte gestanden, im August 2015 ihrem damaligen Ehemann in Dahme im Kreis Ostholstein zerbröselte Kapseln des Zerberusbaumes ins Essen gemischt zu haben. Der heute 57-Jährige überlebte die Vergiftung aber. Die Verteidigung beantragte eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren.

Das Urteil soll am 2. März verkündet werden.

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